Depersonalisation Derealisation: Ursache, Symptome, Behandlung

depersonalisation Frau

Schon mal was von Depersonalisation bzw. Derealisation (DPDR) gehört? So unbekannt wie die Krankheit auch ist, genauso unscheinbar ist sie. Eine Person mit Depersonalisation bzw. Derealisation  ist nur schwer zu erkennen. Betroffene schauen für Aussenstehende vielleicht ein wenig schüchtern oder abwesend aus. Das was Patienten in ihrem Kopf aber wirklich erleben, können die wenigsten verstehen. Betroffene haben daher oft ein Problem sich Menschen anzuvertrauen und haben folglich häufig Angst vor dem Verrücktwerden. Sie haben die Erfahrung gemacht, nur von den wenigsten verstanden zu werden.

frau mit depersonalisation

Depersonalisation und Derealisation sieht man einer Person oft nicht an!

Die Erkrankung gehört zur Gruppe der dissoziativen Störungen. Sie kommt verhältnismäßig häufig vor, ist aber kaum jemanden bekannt. So geht man davon aus, dass etwa 70% der Bevölkerung mindestens einmal kurz in ihrem Leben unter den Symptomen der Depersonalisation gelitten haben, z.B. nach anstrengendem Sport. Bis zu 2 Prozent der Bevölkerung leben hingegen chronisch mit Depersonalisation. Die Erkrankung beginnt laut Wikipedia in 95 % der Fälle vor dem 25 Lebensjahr, durchschnittlich mit dem 16. Frauen sind häufiger betroffen.

Aber was versteht man denn nun eigentlich unter Depersonalisation? Wie zeigt sich diese Art der dissoziativen Störung und was sind die Symptome?

Wichtig: Wenn du wirklich über die Depersonalisation was erfahren willst, so empfehle ich dir den Artikel vollständig zu lesen. Es gibt einige wichtige Zusammenhänge bei DPDR, die man am besten versteht, wenn man den vollständigen Text liest!

Was bedeutet Depersonalisation bzw. Derealisation?

Unter Depersonalisation versteht man eine Störung in der Wahrnehmung der eigenen Person. Bei der Derealisation liegt die Wahrnehmungsstörung in der Umwelt. Betroffene fühlen sich u.a. losgelöst, entfremdet oder wie in einem Traum  (näheres siehe unten).

Allerdings unterscheidet sich DPDR von anderen psychischen Erkrankungen wie Schizophrenie, multiple Persönlichkeitsstörungen oder Psychosen nicht nur durch die Symptome, sondern auch durch die Wahrnehmung der Personen. Während Menschen mit Schizophrenie ihre Scheinwelt als Wirklichkeit betrachten, so ist Betroffenen mit DPDR bewusst, dass das was sie fühlen nicht normal ist.

Frau mit depersonalisation

Depersonalisation ist häufig, wird aber nur sehr selten erkannt

Depersonalisation und Derealisation treten für gewöhnlich gemeinsam auf. Bei einer Person ist die Depersonalisation stärker, bei einer anderen ist die Derealisation am stärksten. In seltenen Fällen leidet eine Person „nur“ an einer der zwei Störungen.

Hinweis: Wenn auf dieser Seite die Depersonalisation beschrieben wird, so  ist grundsätzlich sowohl Depersonalisation als auch Derealisation damit gemeint. Vereinfacht wird es hier als DPDR bezeichnet. Lediglich die Symptome werden getrennt voneinander beschrieben.

Die Symptome der Depersonalisation

Bei der Depersonalisation merkt der Betroffene eine Veränderung in der Wahrnehmung der eigenen Person. Typische Symptome könnten sein:

  • Gefühle, Gedanken erscheinen unwirklich
  • Entfremdung
  • Betroffener fühlt sich losgelöst
  • sich fühlen wie als würde man träumen
  • Emotionslosigkeit
  • innere Leere
  • Betroffene scheinen abwesend
  • „neben sich stehen“,
  • Gefühl, man befindet sich nicht in seinem Körper
  • sich selbst aus einer andern Perspektive sehen können
  • Handlungen werden als fremd empfunden, wie als wären sie nicht die tätige Person
  • seine Stimme nicht mehr erkennen
  • alles erscheint plötzlich falsch und fremd
  • häufige Déjà-vu Erlebnisse (man glaubt man hätte eine jetzige Situation schon mal erlebt, Erinnerungstäuschung)

Die Symptome der Derealisation

Bei der Derealisation leidet der Patient unter einer Veränderung in der Wahrnehmung der Außenwelt.

  • Außenwelt erscheint unwirklich
  • das Gefühl nicht ganz anwesend (nicht ganz „da“) zu sein
  • Gefühl wie ein Roboter zu sein
  • das Leben erscheint wie eine Bühne oder ein Film
  • Sehstörung
  • Visual Snow (sehen von schnell flimmernden kleinen Bildpunkte wie Pixel)
  • Gefühl wie unter einer Glasglocke
  • Objekte erscheinen farblos
  • Gegenstände wirken plötzlich größer oder kleiner
  • Welt erscheint zweidimensional

Primäre und sekundäre DPDR

Die DPDR muss nicht zwingend eine eigene Erkrankung sein. Nein! Stattdessen kann sie auch nur ein Symptom anderer Erkrankungen (sekundäre Form) sein, z.B.:

  • Depression
  • Schizophrenie
  • Multiple Persönlichkeitsstörung / Dissoziative Identitätsstörung
  • Angststörung
  • Zwangsstörung
  • Borderline
  • Posttraumatische Belastungsstörung
  • Symptom einer Panikattacke
  • etc.

Das ist insofern wichtig mit einem Experten abzuklären, da sich die Art der Therapie bei der primären und sekundären Form unterscheidet. Dieser Beitrag befasst sich speziell mit der eigenständigen Form des Depersonalisationssyndroms, also der primären Form.

Sympathikus und Parasympathikus

Grundsätzlich unterscheidet man in unserem Körper zwei verschiedene Zustände:

  • „Rest and Digest“ (entspricht Parasympathikus)
  • „Fight or Flight“ (entspricht Sympathikus)

Diese zwei Zustände im vegetativen Nervensystem spielen seit der Steinzeit eine entscheidende Rolle und sind auch bei Tieren zu finden. Der Parasympathikus ist aktiviert, wenn der Körper gerade keinen Gefahren bzw. Stress ausgesetzt ist. In dieser Phase hat der Körper Zeit zum Entspannen und Verdauen der Nahrung. Daher wird der Parasympathikus auch mit Entspannung, Genuss, klarem Denken und Positivem in Verbindung gebracht.

Fight or Flight

Fight or Flight?

Was passiert, wenn uns plötzlich ein hungriger Säbelzahntiger begegnet? In der Steinzeit war so etwas alles andere als selten. Nun aktiviert sich der andere Teil unseres vegetativen Nervensystem: der Sympathikus. Folglich werden Adrenalin und andere Neurotransmitter ausgelöst. Sie bringen uns zur Entscheidung: Soll ich fliehen oder soll ich kämpfen? Im Buch „Das kaputte Ich“ beschreibt die Autorin, dass bei DPDR der Sympathikus überaktiv ist.

Während diese Funktion früher unersetzlich war, ist sie in der heutigen Welt eher kontraproduktiv. Sind wir nämlich Stress ausgesetzt, so befinden wir uns in einem ständigen überaktiven Sympathikus. Kein Wunder also, dass Stress die Symptome der Depersonalisaton verstärken kann.

DPDR kommt selten allein

Man leidet unter Depersonalisation. Das ist ja wohl schlimm genug, oder? Betroffene berichten noch von weiteren Symptomen, die gemeinsam mit DPDR auftreten sollen. So zum Beispiel:

  • Ängste (oft ohne scheinbaren Grund) vor banalen Dingen
  • Angst wie vor Kontrollverlust und vor dem Verrücktwerden
  • Depression
  • Zwangsgedanken
  • schlechte soziale Fähigkeiten
  • ständiger Kontrollzwang
  • Konzentrationsprobleme
  • schlechte Vorstellungskraft
  • Unfähigkeit zum klaren Denken

Übrigens Depersonalisation wird of im Zusammenhang mit Brain Fog bzw. Gehirnnebel erwähnt. Brain Fog ist ein (nicht medizinischer) Begriff, der Symptome wie Nebelgefühl, schlechte Motivation, Reizbarkeit, ständige Müdigkeit, schlechtes Kurzzeitgedächtnis, reduzierte Aufmerksamkeit, Konzentrationsprobleme, Depression und Verwirrtheit beschreibt. Manchmal scheint Brain Fog ähnlich wie DPDR  auch mit Unwirklichkeitsgefühlen einherzugehen.

Depersonalisation Ursachen unbekannt?

Hinweis: Hier handelt es sich um die Ursachen der primären Form der DPDR, die sekundäre Form wurde weiter oben genauer beschrieben.

Depersonalisation Ursachen sind kaum bekannt. Man weiß, dass DPDR eine natürliche Schutzfunktion unseres Körpers ist um uns vor Gefahren zu schützen. Warum diese Schutzfunktion allerdings ausgelöst wird ist fraglich.  Vermutlich dürfte es eine für unsere Psyche unerträgliche Situation gegeben haben.

Daher es nur sehr wenig Literatur zum Thema gibt,  beruhen viele der genannten potenziellen Ursachen auf Erfahrungen. Forschungen dazu gibt es nämlich nur sehr wenig.

Psychische und körperliche Ursachen

verzweifelte Frau

DPDR bringt Menschen zur Verzweiflung

Grundsätzlich bin ich überzeugt davon, dass hinter Depersonalisation selten nur eine Ursache steckt. Stattdessen denke ich, dass in den meisten Fällen eine Fülle von Faktoren schlussendlich zu der Depersonalisation führt. Meiner Erfahrung nach spielen bei DPDR nicht immer nur psychische Ursachen eine Rolle, auch körperliche Ursachen können zu einem gewissen Grad zu der Depersonalisation beitragen. Aus den Berichten Betroffener findet man manchmal sogar einen Zusammenhang zur Ernährung. Dazu später mehr.

Die häufigsten Ursachen für Depersonalisation sind allerdings sehr belastende Zustände. Hier können Angst und Stress eine große Rolle spielen.

Bei jedem Menschen  können die Auslöser für diese Art der dissoziativen Störung unterschiedlich sein. Es gilt die Ursachen herauszufinden und gemeinsam mit einem Arzt, Heilpraktiker oder Psychotherapeut zu lösen.

Depersonalisation-Trauma & Missbrauch

Die exakte Ursache der Depersonalisation ist unbekannt. Dennoch weiß man, dass Menschen, die ein traumatisches Erlebnis hatten, häufiger unter DPDR leiden. Beispielsweise könnte ein Autounfall oder Kriege zu Depersonalisation führen. Das gleiche gilt natürlich für jede Art von Missbrauch. Der Körper versucht sich in dieser Situation von der schmerzhaften Erfahrung zu beschützen.

Depersonalisation und Drogen

Laut einer Studie aus Rheinland in Deutschland leben Jugendliche mit DPDR  seltener mit beiden Elternteilen, kamen öfter von einen benachteiligten sozioökonomischen Hintergrund und hatten öfter eine schwere psychische Belastung, welche vergleichbar mit psychatrischen stationären Patienten ist.  Des Weiteren hatten sie öfter Beeinträchtigungen in den sozialen Fähigkeiten und rauchten bzw. missbrauchten häufig Cannabis.

Viele Menschen mit einer chronischen DPDR haben Erfahrungen mit Cannabis. Einige Menschen bekommen direkt nach dem Konsum von Cannabis die Erfahrung einer Depersonalisation, welche teilweise nur kurz bleibt und nicht zwingend als unangenehm empfunden wird. In anderen Fällen entstand durch den Konsum von Cannabis bei Jugendlichen eine chronische Erfahrung der DPDR.

Wie Cannabis zu solchen Symptomen führen kann ist allerdings unbekannt. Daher aber nur ein Teil der Menschen nach Cannabis-Konsum eine Depersonalisation entwickeln, scheint der Konsum der Droge eher der Auslöser als die eigentliche Ursache zu sein.

Depersonalisation und körperliche Ursachen

Viele Menschen, die unter einer Depersonalisation leiden, denken, sie hätten eine körperliche Erkrankung z.B. des Gehirns. Das sollte auf jeden Fall mit einem Arzt abgeklärt werden. Beispielsweise könnte hinter DPDR auch ein Schädel-Hirn-Trauma oder Epilepsie liegen. Ein Zusammenhang mit einer schlechten Darmfunktion, Schilddrüsenproblemen oder Nährstoffmangel sollte ebenfalls in Erwägung gezogen werden. Wissenschaftliche Berichte dazu fehlen allerdings.

Die Depersonalisation Behandlung-Das hilft!

Wie bereits bei den Ursachen erwähnt, gibt es nur eine sehr begrenzte Anzahl an Informationen zur DPDR, trotz der verhältnismäßig hohen Häufigkeit in unserer Gesellschaft. Viele der Behandlungsmaßnahmen beruhen also erneut auf Erfahrungen. Sie sollten zuvor mit einem Experten wie Arzt, Heilpraktiker oder Psychotherapeut abgesprochen werden.

Fakt am Rande: Interessant ist, dass ehemalige Betroffene sich oft gar nicht mehr vorstellen  können, wie es in der Depersonalisation war. Sie können sich oft nur noch sehr begrenzt daran erinnern.

Psychotherapie

Es gibt einige Dinge, die du bei DPDR selber machen kannst (siehe unten). Allerdings ist es für viele Betroffene empfehlenswert sich bei der Überwindung der DPDR Hilfe zu holen. Psychotherapie ist die aktuelle „Standard“-Methode zur Depersonalisation Behandlung.

Bei der Psychotherapie geht es unter anderem darum psychische Leiden zu reduzieren, Konflikte zu lösen und die innere Einstellung zu verbessern. Dazu hat ein Psychotherapeut verschiedenste Methoden. Gespräche sind dabei ein zentraler Bestandteil.

Ein wichtiger Punkt bei der Psychotherapie: Der Richtige Therapeut. Nicht jeder Psychotherapeut kennt sich mit DPDR aus. Wichtig ist, dass Sie sich bei dem gewählten Therapeut wohlfühlen und ihm/ ihr vertrauen können. Gleichzeitig sollte der Therapeut persönliche Erfahrung und eine gute Ausbildung mitbringen. Sie müssen hingegen nur Offenheit, Drang und Wille zur Verbesserung dabeihaben.

Akzeptiere dich und deinen aktuellen Zustand

Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen zu esoterisch. Allerdings ist Akzeptanz in einem Zustand der Depersonalisation ganz einfach das beste was du nur machen kannst.

Je mehr du dir wünscht, dass deine Symptome ein für allemal verschwinden, desto stärker können deine Symptome werden. Auch wenn es für dich jetzt vielleicht  schwer ist: Akzeptiere, dass was gerade in deinem Kopf abgeht und sehe es als eine Erfahrung an. Eine Lernerfahrung die dich auf den nächsten Level bringt. Eine Erfahrung die dich zu einer stärkeren Persönlichkeit macht. Jawohl.  Genau so meine ich das! So falsch es klingt: Du lernst dich bei DPDR besser kennen. Erfolgreiche Menschen hatten in den seltensten Fällen eine schöne Vergangenheit. Stattdessen mussten sie viel durchmachen, auch wenn es bei Ihnen nicht die DPDR war. Nur durch solche Erfahrung lernen wir das Leben zu schätzen!

Die Depersonalisation mag uns nur den Weg in die richtige Richtung zeigen. Sie zeigt uns, dass wir unser Leben nicht den selben Weg weiterleben können. Entweder müssen wir Probleme aus der Vergangenheit auflösen oder wir sollten Teile unseres jetzigen Lebens ändern. Das kann sowohl auf körperlicher, psychischer oder seelischer Ebene sein. Was ich damit meine? Vielleicht gibt es ein Beruf der Sie stört, vielleicht kommen Sie nicht in einer Beziehung zurecht, ob mit Freunden oder Partner, vielleicht schaden Sie den Körper durch falsche Ernährung, Stress, etc.

„Ich muss jetzt gar nichts schaffen“

Wenn du unter DPDR leidest, nimm dir nicht zu viel vor. Wenn du gerade akut starke Symptome hast, dann sage dir selber: „Ich depersonalisiere schon wieder. Ich muss jetzt gar nichts schaffen.“ Einige Menschen mit DPDR sind sehr zielstrebig, auch wenn die starken Symptome sie vom Erreichen ihrer Ziele leicht abhalten könne. Wenn du gerade sehr starke Symptome hast und nicht allzu große Verpflichtungen, dann sage dir selber, dass du jetzt gar nichts tun musst. Entspanne dich und schau auf dich. Es nutzt jetzt nichts versuchen produktiv zu sein, wenn das nicht funktioniert. Stattdessen wirst du die Zeiten in denen es dir besser geht dann viel mehr wertschätzen. Man muss daran glauben, dass die Symptome jetzt nur kurzfristig sein werden.

Lenken Sie sich ab

Denken Sie nicht die ganze Zeit an die Symptome der Depersonalisation, die Sie vielleicht jetzt einschränken. Machen Sie einen Spaziergang oder schauen Sie vielleicht ein wenig fern, bis die Symptome wieder besser erträglich sind.

Lange Spaziergänge sind im Allgemeinen optimal. Sie reduzieren vielleicht nicht die Symptome, stärken aber das allgemeine Wohlbefinden. Nach einem Spaziergang fühlen sich viele einfach gut.

Achten Sie auf Ihre Ernährung

Wer unter den Symptomen einer Depersonalisation leidet, könnte womöglich auch von einer besseren Ernährung profitieren. So geht das zumindest aus manchen Erfahrungsberichten hervor. „Auch wenn die Symptome dadurch noch lange nicht verschwunden sind, so konnte ich durch eine verbesserte Ernährung DPDR und Brain Fog deutlich verbessern. Wenn ich allerdings „schlechte“ Lebensmittel gegessen habe, verstärkten sich die Symptome wieder.“, berichtet ein Betroffener.

Der Körper jedes Menschen ist anders, so auch die ideale Ernährung. „Ich profitierte von einer Ernährung, welche reich an gekochtem Gemüse, guten Fetten, tierischen Produkten und  Vollkornprodukten (bzw. Naturreis) besteht am meisten. Alles natürlich in Maßen.“

Einige Menschen mit Depersonalisation oder Brain Fog berichten auch von kleinen Erfolgen mit Omega 3 Kapseln (idealerweise Fischöl). Omega 3 ist eines der wichtigsten Nährstoffe für eine gute psychische Gesundheit. Die Kapseln kosten in der Drogerie auch nicht viel. Im Beitrag Konzentration steigern mit natürlichen Mitteln erfahren Sie übrigens weitere
Informationen zu Omega 3.

Gesunder Darm, gesunder Geist

Unser Darm ist unser zweites Gehirn. Ein ungesunder Darm ist an zahlreichen neurologischen Krankheiten beteiligt. Einige Menschen mit DPDR scheinen auch regelmäßig unter Magen-Darm-Problemen zu leiden. Ob hier ein Zusammenhang besteht, will ich nicht beurteilen. Schließlich fehlen dazu jede Art von Hinweisen. Lediglich bei Brain Fog (vernebeltes Gehirn) ist eine Besserung der Symptome durch Stärkung des Darms bekannt. Hier spielen oft auch Infektionen wie Candida oder Ansammlung von Schwermetallen eine Rolle. Auch weitere körperliche Probleme sollten nicht außer Acht gelassen werden (z.B.  Nährstoffmangel, Schilddrüsenprobleme, Autoimmunerkrankungen, Leaky Gut, etc. ). Ein gesunder Geist brauch einen gesunden Körper.

CBD-Öl gegen Depersonalisation

CBD gilt als ein ungefährlicher, legaler Bestandteil der Hanfpflanze. Man könnte sagen es bildet das Gegenstück zum psychoaktiven THC (Cannabis). Eingesetzt wird CBD zum Beispiel bei: Angststörung, Stress und Epilepsie. Manche Menschen sollen bei Depersonalisation von einer Einnahme vom CBD-Öl profitieren. Speziell Menschen, wo DPDR durch THC ausgelöst wurde. Abgesprochen werden sollte die Einnahme dennoch am besten mit einem Arzt.

Sport und Meditation

Warum ich aus zwei Gegenteilen einen gemeinsamen Punkt mache? Weil Sie doch zwei Gemeinsamkeiten haben. Die einen profitieren von Sport bei DPDR.  Bei anderen verstärkt es die Symptome. Genau dasselbe ist der Fall bei Meditation. Während die einen zu profitieren scheinen, scheint die Ruhe bei anderen die Symptome zu verstärken. Dasselbe scheint auch für Entspannungsübungen zuzutreffen. Ausprobieren unter Absprache mit einem Experten ist hier am besten.

Weitere Tipps gegen Depersonalisation

Was könnten Sie noch machen, um die Symptome zu reduzieren / nicht verschlimmern?

  • Alkohol reduzieren
  • natürlich keine Drogen nehmen
  • Lachen und lächeln
  • Positiv denken
  • Stressfaktoren vermeiden
  • neue Hobbies / Beschäftigungen finden (häufig schwer)
  • zu viel Ruhe vermeiden (beim manchen eher mehr ausruhen)
  • evtl. Atemübung, Yoga (muss ausprobiert werden)

Weiteres ist es sinnvoll einen Plan B zur erstellen, falls Sie sich nicht mehr dazu fähig fühlen ihr normales Leben führen zu können. Natürlich wollen Sie ein gutes Leben führen können. Fühlen Sie sich allerdings ungemein unwohl so gibt ihnen ein Plan B Sicherheit.

Depersonalisation Diagnose

Nun wo Sie bereits einiges über die DPDR erfahren haben, fragen Sie sich vielleicht noch: Wie funktioniert die Depersonalisation Diagnose?

Für die Depersonalisation gibt es kein besonderes Diagnoseverfahren. Meist findet findet ein Gespräch mit einem Psychiater oder Psychotherapeut statt. Für die Depersonalisation Diagnose werden neben dem Gespräch auch häufig Fragebögen und verschiedenste Tests durchgeführt.

Häufig wird von Fachpersonal wie Psychiater zuerst an eine Schizophrenie oder an eine andere Störung gedacht. Allerdings äußerst sich die Schizophrenie durch ganz andere Symptome. In manchen Fällen bekamen Betroffene dann Medikamente gegen die Schizophrenie, welche natürlich nicht viel bewirkt habe. Gibt es aber eigentlich Medikamente gegen die DPDR?

Depersonalisation und Medikamente

Was gäbe es schöneres als wenn mit einem Medikament die ganzen Depersonalisation Symptome verschwunden wären?  Allerdings muss ich Sie da enttäuschen. Ein Medikament gegen die primäre Form der Depersonalisation gibt es noch nicht. Allerdings konnte mit verschiedensten Medikamenten eine kleine Wirkung bei DPDR erzielt werden. Während ein Medikament bei einer Person eine leichte Wirkung vollbringen kann, verstärkt es womöglich die Symptome anderer. Eine eigentliche medikamentöse Behandlung funktioniert (fast) nur bei der sekundären Form der DPDR, der Form bei der es eine andere Störung als Ursache gibt. Sollte beispielsweise die Depersonalisation durch eine Angststörung entstanden sein, so können Medikamente gegen die Angststörung auch gegen die Depersonalisation helfen.


Quellen:

 

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