Omega 3-Gehirn stärken mit Fett!

omega 3 Lachs

Eines der besten erforschten Nährstoffe für eine starke Gehirnleistung? Vermutlich Omega 3! Lange wurde diskutiert, ob diese Art von Fett überhaupt wirksam ist oder ob das nur ein billige Werbemasche ist. Heute weiß man aus zahlreichen wissenschaftlichen Studien, welche Zwecke Omega 3 in unserem Körper erfüllt. Hier erfahren Sie mehr!

Die essenzielle Fettsäure stärkt nicht nur unser Gehirn im Allgemeinen, sie könnte auch bei Schlafstörungen, Konzentrationsproblemen und ADHS helfen. Außerdem tragt sie zu einer gesunden Herzfunktion bei und schützt unsere Augen. Die Wirkung der Fettsäure auf unsere Gesundheit ist vielfältig. Hier soll es vor allem darum gehen wie Omega 3 Gehirnleistung oder neurologische Erkrankungen verbessern kann.

Was ist Omega 3?

Omega 3 und Omega 6 gehören zu den sogenannten mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Unser Körper kann sie im Gegensatz zu anderen Fettsäuren nicht eigenständig produzieren. Stattdessen müssen sie stets mit der Nahrung zugeführt werden.

Lebensmittel die reich an der ungesättigten Fettsäuren sind, sind vor allem Fisch und Meeresfrüchte aber auch andere tierische und pflanzliche Lebensmittel enthalten nennenswerte Mengen.

DHA, EPA und ALA

Allerdings gibt es nicht nur eine Omega 3-Fettsäure. Nein! Man unterscheidet vor allem diese 3 verschiedenen: DHA, EPA und ALA. . DHA und EPA sind die Fettsäuren, die unser Körper eigentlich braucht. Enthalten sind sie (fast) nur in tierischen Lebensmitteln. ALA ist die Omega-3-Fettsäure aus pflanzlichen Lebensmitteln. Aus ALA produziert unser Körper DHA und EPA. Leider kann ALA nur zu einer sehr geringen Menge zwischen 1-10% vom Körper zu EPA und DHA umgewandelt werden.

omega 3 Lachs

Omega 3 steigert unsere Gehirnleistung und ist essenziell für einen gesunden Körper

DHA ist die Fettsäure, die am meisten im Gehirn zu finden ist. Bis zu 97% der dortigen Omega 3s sind DHA.  Im Allgemeinen ist unser Gehirn sehr fettreich. Die Trockenmasse besteht zu 70% aus Fett, ein Viertel davon sind Omega-3-Fettsäuren.  Damit wird die Rolle von Fetten für unser Gehirn noch einmal verdeutlicht.

  • DHA=Docosahexaensäure
  • EPA=Eicosapentaensäure
  • ALA=Alpha-Linolensäure

Omega 3 Omega 6 Verhältnis

Omega 3 Fettsäure ist nicht die einzige essenzielle Fettsäure. Unser Körper benötigt beispielsweise auch noch Omega 6-Fettsäuren. Omega 6 und Omega 3 Fettsäuren sollten natürlicherweise in einem gesunden Verhältnis von  1:1 bis 5:1 vorkommen. In Muttermilch findet man beispielsweise ein Verhältnis von 1:1 bis 2:1. Ein Verhältnis von 15:1-30:1 ist in der westlichen Welt allerdings alles andere als eine Seltenheit. Das Problem heutzutage?

Aufgrund von Omega-6-reichem Getreide und der Verwendung von Omega 6-reichen Fetten wie Sojaöl, Maiskeimöl, Sonnenblumenöl als primäre Fettquelle ist unser Omega 3 zu Omega 6 Verhältnis aus dem Gleichgewicht geraten. Bei der Ernährung unserer Steinzeit-Vorfahren war das Verhältnis optimal. Sie konsumierten schließlich eine natürliche Ernährung mit wildem Fisch, wildes Fleisch und verschiedensten pflanzlichen Lebensmittel wie wildes Obst.

Beim Abbau von Linolsäure (Omega 6) und Alpha-Linolensäure (Omega 3) verwendet unser Körper das selbe Enzym. Wenn zu viel der Omega-6-Fettsäuren vorhanden sind, so kann unser Körper also umso weniger der Omega-3-Fette umwandeln.

omega 3 Kapseln

Omega 3 Kapseln

Die Omega 6-Fettsäuren wirken entzündungsfördernd und verengen unsere Blutgefäße. Omega 3 hingegen wirkt gegen Entzündungen. Ein optimales Omega 3-Omega 6 Verhältnis ist für unsere Gesundheit von großer Bedeutung. Während ein zuviel an Omega 6-Fettsäuren das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht, so senkt die Omega 3-Fettsäure dieses.

Omega 3-Gehirnentwicklung beim Baby

Omega 3 ist nicht nur für Erwachsene, Jugendliche und Kinder wichtig. Eine zentrale Rolle spielt die Fettsäure speziell beim Ungeborenen. Möglicherweise können durch eine ausreichende Versorgung Krankheiten vorgebeugt werden oder sogar der Intelligenzquotient des Kindes verbessert werden.

Das Kind wird über die Plazenta oder später über die Muttermilch mit den Nährstoffen versorgt, die in der Ernährung der Mutter vorhanden sind. Findet man dort nur wenig EPA und DHA so findet man auch in der Muttermilch nur wenig. In einer Studie mit fast 2500 Teilnehmern wurden die höchsten Konzentrationen an Omega-3 in der Muttermilch in Küstengebieten gefunden, recht wahrscheinlich aufgrund der hohen Menge von Omega-3 reichen Fisch und Meeresfrüchte in der Ernährung. [10]

Omega 3 für eine starke Gehirnleistung-Fett macht Kinder klug

In einer weiteren Studie wurden baldige Mütter  in 2 verschieden Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe bekam täglich 10ml Dorschleberöl mit einem hohen Gehalt an Omega 3 oder 10 ml Maisöl mit einem hohen Gehalt an Omega 6. Die Kinder wurden mit einem Alter von 4 Jahren getestet. Die Kinder, deren Mütter Omega-3-reiches Dorschleberöl während der Schwangerschaft zu sich nahmen hatten eine etwas höhere Punktezahl an einem Intelligenz-Test (rund 106 statt 102). [8]

In einer  weiteren professionellen Studie (randomisiert, Placebo-kontrolliert) bekamen Frauen in der Schwangerschaft eine hohe Menge Omega 3 täglich (2.2 g DHA, 1.1 EPA) von der 20 Schwangerschaftswoche an. Die Ergebnisse? Nach 2,5 Jahren wurden die Kinder untersucht. Die Koordination der Augen sowie der Hände war im Vergleich zur Placebo Gruppe, welche Olivenöl erhielt, deutlich besser. (Fähigkeit Bewegungen zu steuern) [9]

Wir wissen, dass Omega-3 ein zentraler Nährstoff für unsere mentale Gesundheit ist. Möglicherweise kann Omega 3 die Gehirnentwicklung beim Baby optimieren. Studien zeigen eine Verbesserung in verschiedensten neurologischen Funktionen. Für eine optimale Entwicklung eines Babies in der Schwangerschaft sollte man unbedingt auch auf andere Nährstoffe achten.

Indigene Gruppen brachten schwangeren Frauen stets instinktiv die nährstoffreichsten Produkte, selbst wenn sie dafür einen weiten Weg auf sich nehmen mussten. Diese waren meist tierische Produkte mit einem hohen Gehalt an fettlöslichen Vitaminen und Omega 3.

Omega 3 Gehirnleistung-Menschliche Evolution

Wir können uns wohl alle darauf einigen, dass der Mensch die „klügste“ Spezies auf unseren Planeten ist. Zumindest hat das menschliche Gehirn wohl am meisten Fähigkeiten bzw. ist am meisten entwickelt.  Haben Sie sich schon mal gefragt warum dem so ist?

Ein Zusammenhang mit den Omega-3-Fetten erscheint recht wahrscheinlich.  Unsere Vorfahren hatten ein Gehirn, dass etwa 500 cm3 groß war. Heutzutage ist unser Gehirn um die 1500 cm3 groß. Das Wachstum unseres Gehirns begann vor allem als neue Lebensmittelquellen zur Verfügung standen, speziell tierische. Egal ob Fisch, fettes Fleisch, Knochenmark oder sogar tierische Organe wie Leber und Gehirn. Der Mensch hatte begonnen solche fettreichen Lebensmittel zu konsumieren. Dabei begann er zahlreich Omega 3 Fette und andere Fette aufzunehmen, welche unsere geistige Leistungsfähigkeit auf den nächsten Level gebracht haben könnte.

Omega 3-Gehirn Wirkung der Fettsäure

DHA übernimmt zahlreiche Aufgaben für eine gesunde Psyche und Hirngesundheit.

Omega 3 für Konzentration

Es gibt zahlreiche Wege um seine Konzentration mit natürlichen Mitteln zu steigern. Eines der bekanntesten davon ist wohl Omega 3 und das nicht ohne Grund. Omega 3 hat zahlreiche positive Wirkungen auf unsere Konzentration.

Das besagt zumindest eine Studie aus Mexiko. Dabei nahmen 55  Kinder teil. Die Teilnehmer, die allesamt zwischen 8-12 Jahre alt waren wurden in 2 Gruppen geteilt. Eine Gruppe erhielt ein Omega-3-Supplement, eine andere ein Placebo aus Sojaöl.

Nach 3 Monaten verbesserten sich schließlich zahlreiche neuropsychologische Funktionen unter anderem Konzentration, Koordination, Merkfähigkeit und Aufmerksamkeit bei der Omega-3-Gruppe. [6]

Omega 3 ADHS-Der Zusammenhang

ADHS ist eine häufige Störung unter Kinder und Jugendliche. Die Häufigkeit an Betroffenen stieg in den letzten Jahrzehnten rasant an. Umso wichtiger ist es, mögliche Behandlungsmaßnahmen des Aufmerksamkeit-Defizit-Syndrom zu finden. Manchmal wird eine Supplementation mit der Omega 3-Fettsäure empfohlen. Kann dies aber wirklich etwas bewirken?

In einer placebokontrollierten Doppelblindstudie (=keiner der Studienteilnehmer wusste, ob er wirklich Omega 3 bekam) mit Kindern zwischen 6-12 Jahren konnten interessante Ergebnisse gefunden werden. Bei allen Teilnehmern hat die medikamentöse Therapie sowie Verhaltenstherapie nicht weitergeholfen. Deshalb bekamen sie entweder ein Omega 3-Präparat oder ein Placebo. Eltern berichteten nach der Omega-3-Phase unter anderem von einer Verbesserung der Ruhelosigkeit, Aggressivität und Schulnoten bei der Omega-3-Gruppe. Eine statistisch bedeutende Verbesserung gab es allerdings erst nach 6 Monate. [19] In einer weiteren Studie aus Frankreich, die nur 3 Monate durchgeführt wurde, konnte man hingegen keine positiven Ergebnisse der Omega-3-Fettsäure entdecken. Vermutlich aufgrund der kürzeren Dauer. [4]

Grundsätzlich weiß man, dass Menschen mit ADHS oft niedrigere Omega 3 Werte wie EPA und DHA haben. Die Studie mit einer positiven Wirkung wurde über längere Zeiträume durchgeführt. Womöglich ist auch eine ausreichende Versorgung der Mutter zu einem gewissen Grad entscheidend. Höhere DHA-Werte zur Geburt wurden mit einer besseren neurologischen Entwicklung assoziiert. [5]

Omega 3 gegen Schlafstörung

Omega 3 ist bekannt für seine positive und antientzündliche Wirkung auf unser Gehirn. Aber nicht nur das! Wie aus einer britischen Studie hervorgeht, könnte Omega 3 gegen Schlafstörung wirken. Dabei wurde der Zusammenhang zwischen einer Schlafstörung und der Omega-3 Zufuhr bei Kinder beobachtet. Am Anfang der Studie hatte ein großer Teil der Teilnehmer einen schlechten Omega-3-Spiegel. Die Kinder wurden in 2 Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe erhielt 600 mg DHA am Tag, die andere erhielt ein Placebo. Nach 4 Monaten verbesserte sich die Schlafdauer der DHA-Kinder um 58 Minuten. [16]

Ein höherer Status von DHA wurde mit einem deutlich besserem Schlaf assoziiert. Aber nicht nur die reine Menge Omega-3 ist entscheidend. Wichtiger ist das Verhältnis von DHA zur Omega 6 Fettsäure AA.

Omega 3 gegen Autismus

Autismus ist eine Erkrankung bei der sowohl motorische, sprachliche und emotionale Zentren betroffen sein können. Dadurch können betroffene sich häufig nicht in die Gesellschaft eingliedern oder normal am Leben teilnehmen. Die Interessen und Hobbys Betroffener sind häufig begrenzt. Weiteres fallen Betroffene aufgrund des ungewöhnlichen Verhaltens oft auf. Die Erkrankung kommt in etwa 1% der Bevölkerung vor.

Oftmals hört man von den positiven Effekten von Omega 3 gegen Autismus. Aus einer Meta-Analyse weiß man zum Beispiel eine kleine Verbesserung in Hyperaktivität, Lethargie sowie Stereotypie bei Autismus-Patienten. (Als Stereotypie bezeichnet man das ständige Wiederholen gleicher Bewegungsabläufe.) [15]

In einem Fallbericht eines 23-Jahre alten Mannes konnte man ebenfalls positive Wirkungen der Fettsäure (in Kombination mit Vitamin D) entdecken. Labortests an dem Patienten dokumentierten ein deutlich verändertes Omega3-Omega 6-Verhältnis sowie einen Vitamin D-Mangel. Folglich wurden beide Stoffe als Nahrungsergänzungsmittel verabreicht. Dadurch konnte nicht nur die allgemeine Gesundheit gestärkt werden. Der Patient hatte deutliche Verbesserung in den Autismus Symptome . [3]

Omega 3 gegen Depression-Der Zusammenhang

Depressive Phasen hatten Menschen wohl schon immer. Heutzutage leidet allerdings eine stetig steigende Anzahl an Menschen unter ernster Depression. Zu den Symptomen zählen nicht nur Traurigkeit sondern auch Angst, Lustlosigkeit, Schmerzen sowie Müdigkeit. Oftmals liegen die Ursachen aber nicht ausschließlich in der Psyche der Person. Verschiedenste körperliche Ursachen wie falsche Ernährung sind ebenfalls entscheidend.

Häufig wird Omega 3 gegen Depression vorgeschlagen. Die Forschung dazu ist allerdings limitiert. In einer Studie konnte mit EPA genauso effektiv Depression Symptome angegangen werden, als mit Medikamenten. Andere Studien zeigen keine große Veränderung bei der Einnahme der Fettsäure gegen Depression. Hier heißt es: Ausprobieren lohnt sich!

Omega 3 bei Schizophrenie

Schizophrenie ist wohl eines der intensivsten psychischen Erkrankungen. Können Sie sich vorstellen, dass eine Fettsäure wie Omega-3 mit der Entstehung von Schizophrenie zu tun haben könnte?

Die Ursachen der Schizophrenie sind bis heute nicht vollständig geklärt. Risikofaktoren wären genetischen Ursachen, Erkrankungen des Gehirns oder auch Schädigungen des Gehirns durch Alkohol und Drogen.

Menschen mit psychotischen Störungen wie Schizophrenie folgen allerdings auch sehr häufig einer minderwertigen Ernährungsweise in der die wichtigsten Nährstoffe für das Gehirn (z.B. Omega 3) nur in geringer Menge vorkommen. [17, 18] Beobachtet wurde eine Verbindung von Schizophrenie mit gewissen Ernährungsfaktoren: zu viel raffinierte Kohlenhydrate, viel Fett, wenig Ballaststoffe, wenig Omega 3 bzw. Omega 6, wenig Gemüse und Obst und eine niedrige Anzahl gewisser Nährstoffe.  [18]

In einer Studie wurde die Ernährung von Menschen mit Schizophrenie und Risikopatienten für Psychosen untersucht. Menschen mit Erstepiosde-Schizophrenie und Psychoserisiko hatten demnach eine deutlich höhere  Zufuhr der Omega-6 Fettsäure im Vergleich zu gesunden Personen. Das Verhältnis der zwei Omega Fettsäuren könnte möglicherweise mit der Entstehung der Schizophrenie zusammenhängen.

Omega 3 für’s Gehirn macht uns sozialer

Sie glauben wohl das ist ein Scherz? Nein dieser Blog ist selbstverständlich vollkommen ernst. Studien haben tatsächlich herausgefunden, dass die Einnahme von bestimmten Nährstoffen wie von Omega 3 uns sozialer machen kann.

Bei einer Meta Analyse kam man zu dem Ergebnis, dass die Einnahme von mehrfach ungesättigten Fettsäuren (wie beispielsweise Omega 3) die Gewalttätigkeit reduzierte. [11]

In einer Studie wurden schwangere Mäuse und deren Nachwuchs in 2 Gruppen geteilt. Eine Gruppe erhielt eine Omega-3 arme Ernährung, die andere eine Omega-3 reiche Ernährung. Anschließend wurden kognitive, depressive und soziale Verhalten beim männlichen Nachwuchs getestet. (Woche 4-5 und 11-13) Außerdem wurde auch die Darmflora untersucht.

Die Kommunikationsfähigkeit der Mäuse, die weniger der Fettsäure bekommen hatte war beeinträchtigt. Gleichzeitig hatten sie auch eher eine Neigung zu depressivem Verhalten als die Omega 3 reiche Gruppe. Die Omega 3 Gruppe hatte im Allgemeinen eine bessere Kognition als die Kontrollgruppe. Zudem hatte die Omega 3 Gruppe eine bessere Darmflora mit mehr Bifidobacterium und Lactobacillus. [14]

Omega 3 gegen Entzündungen

Entzündungen? Das sind doch Abwehrmaßnahmen gegen verschiedenste Reize wie die von Bakterien, Viren, etc., oder? Eigentlich schon. Hier geht es aber eher um chronische Entzündung.

Diese entsteht ebenfalls durch eine ständige Aktivierung unseres Immunsystem. Allerdings nicht nur durch Krankheitserreger, sondern auch durch Lebensstilfaktoren und Umweltfaktoren. Eine solche Entzündung soll an zahlreichen Erkrankungen beteiligt sein. So etwa:

  • Rheumatoider Arthritis
  • Alzheimer
  • Multiple Sklerose
  • Arteriosklerose (infolge auch Herzinfarkt / Schlaganfall)
  • Arthritis
  • Diabetes
  • Parkinson
  • Asthma
  • Hauterkrankungen
  • etc.

Eine Entzündung muss aber gar keine Symptome verursachen. Meistens scheint sie unspezifische Symptome zu verursachen. Dazu gehören unter anderem Depression, Reizbarkeit, Konzentrationsprobleme,  oder Gelenksbeschwerden. Ob eine Erkrankung mit einer Entzündung zu tun hat oder nicht, Entzündungen sind in unserem Körper alles andere als wünschenswert. Omega 3 kann gegen Entzündungen helfen. Hier finden Sie dazu Studien:

Omega 3 gegen Entzündungen-Studien

Um Entzündungsmarker zu senken und damit Entzündungen entgegenzuwirken gibt es zahlreiche Dinge die wir machen können. Eines davon ist Omega 3. In Studien bestätigt man die Wirkung von Omega 3 gegen Entzündungen.

Einerseits kann EPA entzündungshemmende Eicosanoide bilden, die Entzündungen entgegenwirken. Andererseits verhindert eine ausreichende Aufnahme der Omega 3-Fette , dass zu viel Omega-6-Fette zu entzündungsfördernden Eicosanoiden wird.

Weiteres wurde in einer Studie mit 138 Teilnehmern mittleren und hohen Alters eine Reduktion von Interleukin-6 von bis zu 12% gefunden. Die Placebo-Gruppe erhielt Fettsäuren, wie sie üblicherweise in der amerikanischen Ernährung vorkommen. Bei Ihnen stieg der Interleukin-6 Wert um 36% [13] Nach dieser Studie können zumindest ältere, übergewichtige Menschen von einer Supplementation der Fettsäure gegen Entzündungen profitieren.

Verschiedenste weitere Studien verglichen außerdem den Effekt von Omega-3-Fetten auf unsere Darmflora. Durch die Einnahme von Omega 3 wurden gewisse Bakterienstämme reduziert. Infolgedessen erhöhte sich die Menge gesunder Bakterien, welche antientzündliche Stoffe  wie kurzzeitige Fettsäuren bildet. [12]

Omega 3 für den Darm

Was der Darm in einem Beitrag zum Thema „Gehirnleistung steigern mit Omega 3“ verloren hat? Einiges. Immer mehr Studien und Experten sind sich darüber einig: Unser Darm hat einen unglaublichen Effekt auf unsere Psyche, unser Gehirn, unsere Stimmung sowie Konzentration und Gedächtnis. Nicht umsonst wird der Darm regelmäßig als zweites Gehirn bezeichnet. Weiteres kann er an zahlreichen neurologischen Erkrankungen beteiligt sein.

Unsere Darmgesundheit zu erhalten ist also sehr wichtig für eine gute Gehirnleistung. Fettsäuren wie DHA und EPA können gemeinsam mit einer guten Ernährung und verschiedensten anderen Techniken dabei behilflich sein. In Studien wurden ein paar Veränderungen bei Menschen mit einer Omega-3-Nahrungsergänzung entdeckt. So wurde Facalibacteterium reduziert und Butyrat produzierende Bakterien gesteigert. Ein Ungleichgewicht dieser Bakterienstämme wird häufig bei Reizdarmsyndrom entdeckt. [12]

Was ist aber Butyrat? Butyrat ist ein enorm wichtiger Stoff für einen gesunden Darm. Beispielsweise soll der Stoff die Darmbarriere stärken und damit vorbeugen, dass ungewünschte Stoffe in unser Blut gelangen und dort zu Allergien, Autoimmunerkrankungen, etc. führen können. Zudem soll der Stoff vor verschiedensten Darmerkrankungen schützen können und sogar eine antidepressive Effekte haben.

Studien an Mensch und Tier kamen außerdem zu dem Ergebnis, dass Omega-3-Fettsäuren durch Veränderungen der Darmbakterien Zusammensetzung die Darm-Hirn-Achse beeinflussen. [12] Die Darm-Hirn-Achse hat großen Einfluss auf unsere Gehirnleistung sowie die Entwicklung neurologischer und sogar psychiatrischer Erkrankungen.

Omega 3 in Lebensmittel

Omega 3 ist in Fisch, speziell in fettem Fisch. Das wissen wir alle! Aber das ist natürlich nicht die einzige Quelle für die gesunde Fettsäure. In diesen Lebensmittel finden Sie das Fett in Form von ALA:

  • Walnüsse
  • Leinsamen
  • Chia Samen
  • Hanfsamen
  • grünem Blattgemüse.

In diesen Lebensmittel finden sie zahlreich der Fettsäure in Form von EPA und DHA:

  • fetter Fisch
  • biologische Eier
  • hochwertiges, biologisches Fleisch
  • Fischöl, z.B. Dorschleberöl
  • Dorschleber
  • Algenpräparate

Tierische Produkte sind generell die beste Quelle für diese gesunde Art der Fette. Unser Körper kann Omega 3 aus Fisch&Co viel besser verwerten. Allerdings ist nicht jeder Fisch, jede Milch, jedes Ei und jedes Fleisch empfehlenswert. Nein! In der konventionellen Tierhaltung werden hohe Mengen Omega 6-reiche Öle wie Sojaöl und Maisöl verwendet. Die Folge? Fleisch und Fisch haben umso mehr entzündungsförderndes Omega 6 und umso weniger Omega 3. Speziell bei Huhn und Schwein ist der hohe Gehalt der entzündlichen Fette zu bedenken. (Zumindest) hier sollte Bio-Qualität bevorzugt werden.

Wie Sie wissen ist fetter Fisch eines der besten Quellen für natürliches Omega 3. Einige Fische sind heutzutage aber mit Umweltgiften belastet. Nicht aber die Sardine! Sardinen sind viel zu klein und jung um große Mengen Gifte anzusammeln. Damit sind sie wohl eines der günstigsten, hochwertigsten Quellen der Fettsäure.

Omega 3 Quellen

Die besten Quellen für die Fettsäure

Omega 3 aus Fischöl und Algen

Wer nach der besten Omega-3 Präparaten sucht, kommt selten an Fischöl vorbei. Sie enthalten schließlich nicht nur ALA, welches unser Körper zuvor noch konvertieren muss. Nein! Fetter Fisch enthält bereits das fertige DHA und EPA. So kann es der Körper gut aufnehmen! Allerdings gibt es dabei ein Problem: Kapseln einiger Anbieter scheinen leicht ranzig zu werden. Ranzige Fette haben zahlreich gesundheitliche Schwachstellen. Besser empfehlenswerte Nahrungsergänzungsmittel sind daher Fischöl verbunden mit Rosmarinöl oder mit  Vitamin E. Diese Stoffe schützen die Fette vor dem ranzig werden.

Eine tolle Alternative zu Fischöl ist Algenöl. Es ist nicht nur vegetarisch und vegan, es kann auch gegen die Überfischung helfen. Zudem liefert es zahlreich DHA und EPA und nicht ausschließlich ALA wie es üblicherweise in Pflanzen der Fall ist. Wer Algenöl kaufen will muss allerdings mit einem deutlich höheren Preis rechnen.

Studien / Referenzen:

  • Ruedigher Dahlke / Das Geheimnis der Lebensenergie in unserer Nahrung, Seite 331, Ausgabe 1
  1. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17045449
  2. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29610056
  3. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30545280
  4. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28993963
  5. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30880398
  6. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24508294
  7. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28740828
  8. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12509593
  9. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30883348
  10. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17556680
  11. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17433442
  12. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29215589
  13. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22640930
  14. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27423492
  15. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29042783
  16. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4263155/
  17. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29171643
  18. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30359969
  19. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22596014

 

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Ein Kommentar

  • Conny Gruber

    Sehr interessanter Beitrag über das Omega 3. Mir gefällt auch auf deiner Seite, dass diese nicht mit Werbung überschwemmt ist, wie es leider auf vielen anderen Webseiten vorkommt. Weiter so 🙂

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