5 Yoga Wirkungen auf das Gehirn | Mit Yoga gegen Depression, Migräne & Co!

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Yoga wirkt nicht nur gegen Rückenprobleme, Verspannungen, schlechter Körperhaltung und Stress. Yoga ist auch eines der besten Mittel für ein starkes Gehirn!

Was ist Yoga?

Yoga ist eine Technik aus Indien, die zahlreiche Übungen zur Stärkung von Geist und Körper umfasst. Auch wenn Yoga ursprünglich aus dem asiatischen Raum stammt und dort bereits seit mehr als 5000 Jahren praktiziert wird, so wird es auch in unseren Breitengraden immer beliebter – unter anderem aufgrund seiner positiven Wirkung auf das Gehirn. Bei Jung und Alt ist Yoga gleichermaßen interessant!

Gleichzeitig entstehen auch ständig neue Yoga-Techniken. Egal ob Power Yoga, Hatha Yoga, Kinderyoga, Businessyoga oder Yoga für Schwangere – nahezu alle Yoga Techniken haben in der Regel dieselben Bestandteile:

  • Asanas (körperliche Übungen)
  • Atemübung (Pranayama)
  • Meditation (Entspannung)

Aber was kann Yoga für das Gehirn?

5 Yoga Wirkungen auf das Gehirn

Immer mehr Studien entdecken neue Vorteile von Yoga. Speziell die Wirkungen von Yoga auf unser Gehirn, Psyche und Emotionen gelangen immer mehr ins Feld moderner Wissenschaft. Aber was sind die Yoga Wirkungen auf das Gehirn?

1-Yoga stärkt unsere kognitiven Fähigkeiten

Yoga hat sich als eine ideale Technik, um Konzentrationsprobleme zu verbessern, den Geist zu stärken und Stress abzubauen bewährt.

Laut einer Studie der Universität Waterloo reichen bereits 25 Minuten Yoga oder alternativ Achtsamkeitsmeditation am Tag um nachweislich die Gehirnfunktion und Energielevel zu steigern. [1]

thumbnail yoga für das gehirnSo konnten zum Beispiel verschiedene kognitiven Fähigkeiten und die Fähigkeit, emotionale Reaktionen, gewohnheitsmäßige Denkmuster und Handlungen zu kontrollieren mithilfe von Yoga und Achtsamkeitsmeditation signifikant gesteigert werden.

Auch in einer weiteren Studie der Universität Illinois konnte man mithilfe von einer regelmäßigen Yoga-Anwendung von 3x die Woche für insgesamt 8 Wochen die kognitive Leistung und das Arbeitsgedächtnis signifikant verbessern. Gleichzeitig wurde die Konzentration gestärkt und Studienteilnehmer konnten genauer arbeiten. [2]

Es gibt eine Reihe von Theorien darüber, wie Yoga unsere kognitive Leistungen derart verbessern kann. In Frage kommen speziell eine bessere Durchblutung des Gehirns, die Freisetzung von Endorphinen und die Reduktion von unwesentlichen Gedanken.

Wenn Sie mit Yoga Ihre Konzentration steigern und die kognitive Leistung verbessern möchten, so eignen sich speziell Übungen wie der Baum und andere Koordinationsübungen, der Stuhl, Shavasana sowie auch verschiedenste Atemtechniken (Pranayama).

2-Yoga gegen Stress

Zahlreiche Yoginis probieren Yoga und merken wie schnell sich Stress auflöst und der Schlaf verbessert. Und ja: Yoga ist wirklich effektiv gegen Stress. Bei regelmäßigem Yoga wirst du irgendwann bemerken, dass du mit stressvollen Phasen viel einfacher umgehen kannst!

In einer Meta-Analyse von insgesamt 42 Studien sah man reduzierte Stresshormonwerte (Cortisol), bessere Nüchternblutzuckerspiegel, Cholesterinspiegel und einen verbesserten Blutdruck, wenn Yoga bzw. Achtsamkeitstechniken praktiziert wurden. Auch das sympathische Nervensystem kann demnach mithilfe von Yoga gestärkt werden

3-Yoga für ein starkes Gedächtnis und Lernen

Wir wissen schon seit langem aus Studien, dass Stress unser Gedächtnis und unsere Lernfähigkeit negativ beeinflussen kann. Auch bereits junge Kinder leiden in der Schule häufig unter Stress, wodurch Noten und Lernfähigkeit leidet. [4]

Yoga unterstützt Lernfähigkeit und Gedächtnis!

Bewegung im Allgemeinen kann unseren Stresspegel senken und daher dabei helfen unser Gedächtnis zu verbessen. Ganz besonders effektiv ist Yoga.

So fand man in Studien mit Patienten, die bereits unter leichten kognitiven Beeinträchtigungen litten eine deutliche Verbesserung der Gedächtnisleistung durch Yoga. Die Ergebnisse sind auf eine verbesserte Verbindung unterschiedlicher Gehirnbereiche zurückzuführen. Die Studienautoren schlussfolgerten:

Yoga kann so effektiv wie Gedächtnistraining sein (übersetzt)

Yoga Experten empfehlen körperliche Übungen (Asanas) zum Beispiel während des Lernens. So kann Stress abgebaut werden und das Lernen, Merken und Konzentrieren wird vereinfacht.

Lesen Sie dazu auch:  20 lerntipps für die Schule

4-Yoga gegen Kopfschmerzen und Migräne

Yoga verbessert nicht nur zahlreiche kognitive Fähigkeiten, auch Kopfschmerzen wie unter anderem Migräne und Spannungskopfschmerzen könnten mit der ein oder anderen Yoga-Stunde verbessert werden.

Die Ursache für Kopfschmerzen ist heutzutage oft Stress oder eine verspannte Schulter-Nackenmuskulatur. Bei beiden ist Yoga wohl das beste Mittel zur Wahl. So können zahlreiche Yoga Übungen dabei helfen Stress abzubauen und unseren Körper zu entspannen.

Migräne

Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die sich durch starke pulsierende Kopfschmerzen zeigt. Sollten Sie unter Migräne leiden, so könnte ebenfalls Yoga sinnvoll sein.

In einer Migräne-Studie bekam eine Gruppe die konventionelle Behandlung während eine andere Gruppe zusätzlich noch Yogatherapie erhielt. Während beide Gruppen eine deutliche Verbesserung der Symptome verspürten, so wurde die Häufigkeit und Stärke der Kopfschmerzen in der Yoga-Gruppe noch signifikant stärker reduziert verglichen mit der konventionellen Pflegegruppe alleine. [6]

Wenn Sie Yoga gegen Kopfschmerzen betreiben wollen sind speziell Übungen wie die Atemtechnik Nadi Shodana oder die Asana: Drehsitz, herabschauenden Hund oder auch die Stellung des Kindes empfehlenswert.

Tipp: Ätherische Öle gegen Kopfschmerzen

5-Yoga gegen Depression und Angst

Auch wenn es keine Behandlung für Depression gibt, so gibt es doch zahlreiche Faktoren, die die Erkrankung von Anfang an verhindern oder später auch verbessern können.

Yoga gegen Depression

Zahlreiche Studien haben sich in der letzten Zeit mit den Auswirkungen von Yoga gegen Depression beschäftigt. In einer Studie an 28 Teilnehmern zwischen 18 bis 29 Jahre fand man, dass Probanden, welche an einen Yogakurs teilnahmen eine deutliche Abnahme ihrerer depressiven Symptome sowie Angstzustände verzeichnen konnten. Genauso konnte mithilfe von Yogakursen auch die akute Stimmung verbessert werden. [7]

Ähnlich wie andere Sportarten verstärkt Yoga die Serotonin-Produktion. Gleichzeitig berichten Studien aber davon, dass ein Mangel an Serotonin aber eines der wichtigsten Faktoren für die Entstehung einer Depression ist. [8]

Aber Yoga kann nicht nur durch einer erhöhten Serotonin-Produktion gegen Depression wirken. Yoga beruhigt auch unseren Geist, weckt Lebensfreunde, bringt Energie und stärkt das sympathische Nervensystem.

Lesen Sie dazu auch: Wie Candida im Gehirn zu Depression führen kann!

8 Tipps zum Yoga starten

Bist du nun motiviert gleich mit dem Yoga loszustarten und dein Gehirn zu stärken? Hier noch einige Tipps dazu!

  1. Suche dir ein geeignetes Yoga-Studio! Wichtig ist, dass du mit dem Lehrer harmonierst und das dir verwendete Yoga-Technik auch gefällt.
  2. Für die erste Yoga-Stunde wird oft Hatha-Yoga empfohlen, aber es sind auch andere Yoga-Techniken möglich.
  3. Hören Sie auf Ihren Körper. Wenn sich Übungen unangenehm anfühlen, so sollten Sie diese besser vermeiden oder Ihren Yoga-Lehrer fragen.
  4. Schalten Sie im Yoga-Studio Ihr Handy ab! 
  5. Essen Sie zur richtigen Zeit! Gehen Sie nicht mit vollen Magen in den Yoga-Unterricht! So hast du einerseits mehr Energie und andererseits sind Übungen wie beispielsweise Sonnengrüße sonst fast unmöglich!
  6. Arbeiten Sie mit Ihrer eigenen Geschwindigkeit-zumindest wenn Sie zuhause Yoga betreiben! Achten Sie darauf weder überfordert noch unterfordert, sondern eher herausgefordert zu sein!
  7. Versuche regelmäßig Yoga zu praktizieren! Die meisten Vorteile von Yoga bemerkt man erst, wenn man die Technik regelmäßig ausführt.
  8. Achte auf ein gutes Zubehör! Auch wenn das Zubehör grundsätzlich kein Muss ist, um mit Yoga starten zu können, so kann eine geeignete Yoga-Matte, ein Yoga-Block oder auch ein Yoga-Kissen sehr hilfreich sein!

Hast du bereits Yoga für das Gehirn probiert? Was sind deine Erfahrungen? Hast du irgendwelche Tipps? Dann schreibe Sie doch gerne in die Kommentare!

Referenzen:
  1. https://www.sciencedaily.com/releases/2017/09/170906103416.htm 
  2. https://www.sciencedaily.com/releases/2014/08/140818113215.htm 
  3.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28963884 
  4. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1950232/ 
  5. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4927889/ 
  6. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25035622 
  7. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15055096 
  8. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21415718 

 

 

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