Ist Rosmarin gut für das Gedächtnis und Gehirn?

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Rosmarin ist ein Wunderkraut! Das im Mittelmeerraum beheimatete Kraut wirkt nicht nur entzündungshemmend, antibakteriell und entspannend! Rosmarin hilft auch gegen zahlreiche Erkrankungen und Symptomatiken. Aber ist Rosmarin gut für das Gedächtnis und die Konzentration?

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Allgemeines zum Rosmarin

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Rosmarin-ein Wunderkraut?

Rosmarin ist ein beliebtes Gewürz – für deftige Gerichte mit Fleisch, Fisch und Gemüse und sogar für Süßspeisen.

Der Name Rosmarin stammt ursprünglich aus dem lateinischen und bedeutet so viel wie „Meertau“. Kein Wunder! Der Rosmarinstrauch wächst schließlich speziell an den Küsten des Mittelmeers und der Tau befindet sich speziell nachts auf den wunderschönen blau-violetten Rosmarinblüten.

Die Geschichte des Rosmarin

Der Rosmarin wurde bereits im Altertum im Mittelmeerraum sehr geschätzt. Im alten Griechenland soll er regelmäßig aufgrund seiner positiven Wirkung auf Gedächtnis und Konzentration sowie Leber, Blutkreislauf und Verdauung empfohlen worden sein. Mönche führten den Rosmarin der Legende nach schließlich auch nach Mitteleuropa, wo er jahrzehntelang als eine wichtige Heilpflanze in Klostergärten galt. Auch in zahlreichen Büchern, die aus dieser Zeit überliefert wurden, wird von der positiven Wirkung des Rosmarins berichtet.

Rosmarinblüte

Die Rosmarinpflanze wird in der Regel ca. 50 cm groß und zeichnet sich durch feine, lange, grüne und etwas harte Blätter aus. Die Rosmarinpflanze wurde aufgrund des intensiven Aroma früher gerne als Weichrauchersatz verwendet.

Gartenbesitzer sollten den Rosmarin nicht missen. Er schaut nicht nur hübsch aus, sondern enthält eine Summe an Wirkstoffen, welche ihn zu einem natürlichen Hausmittel gegen zahlreiche Erkrankungen und Symptome machen.

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Für was ist Rosmarin gut?

Rosmarin wird gerne in der mediterranen Küche verwendet. Zeitgleich ist die Pflanze auch eine wichtige Heilpflanze mit zahlreichen Wirkstoffen. Rosmarin eignet sich dabei nicht nur für das Gedächtnis (siehe unten) sondern hat auch noch folgende weitere Eigenschaften:

  • antioxidativ
  • entspannend
  • antienzündlich / entzündungshemmend
  • antibaktieriell
  • antifungal (gegen Pilze)
  • krampflösend
  • immunaktivierend
  • nervenstärkend
  • antidiabetisch

Die Rosmarin Wirkungen sind also ziemlich vielfältig. Aber für was ist Rosmarin in Bezug auf Krankheiten gut?

Aktuell gibt es dazu noch nicht allzu viele Studien. Bisher berichtete man aber von einer potenziell positiven Wirkungen bei Arteriosklerose, Diabetes sowie auch Rheuma, Gicht, Migräne und Verdauungsproblemen. Außerdem sollen auch Erschöpfung, Blähungen und Kopfschmerzen durch Rosmarin verbessert werden.

Des Weiteren ist Rosmarin hilfreich zur Stärkung des Haarwachstum [2] und wirksam um Stress Werte im Blut zu senken (Cortisol) [3]. Des Weiteren fand man auch eine positive Wirkung des Rosmarinextrakts mit den in ihm enthalten Polyphenolen Carnosinsäure und Rosmarinsäure bei der Behandlung von Krebs.


Nun aber zu den Auswirkungen von Rosmarinöl auf das Gedächtnis!

Ist Rosmarin gut für das Gedächtnis?

Rosmarin für das Gedächtnis Thumbnail

Jetzt wissen wir schon einiges über die Wirkungsweise von Rosmarin! Aber ist Rosmarin gut für das Gedächtnis und die Konzentration?

Studien sagen ja! So fand man in einer Studie, welche in „The International Journal of Neuroscience“ veröffentlicht wurde, dass ätherisches Rosmarinöl eine signifikante Verbesserung des gesamten Gedächtnis  und eine bedeutende Leistungssteigerung verursachte, während es die Gedächtnisgeschwindigkeit aber etwas beeinträchtigte.  [4]

Dazu teilte man die Teilnehmer in 3 Gruppen (Lavendel, Rosmarin, kein ätherisches Öl), die allesamt einen kognitven Leistungstest machen mussten.

Während in der Lavendel-Gruppe das Gedächtnis negativ beeinträchtigt wurde (vermutlich aufgrund der stark entspannenden Wirkung), so führte das Rosmarinaroma zu einer signifikanten Leistungssteigerung und einer verbesserten Gesamtqualität des Gedächtnis.

Gleichzeitig konnte mit Rosmarin auch die Aufmerksamkeit verbessert werden. Schließlich konnten beide Kräuter (Lavendel, Rosmarin) laut den Studienteilnehmer die Stimmung verbessern.

Rosmarin ist gut für das Gedächtnis laut Shakespeare!

Aber nicht nur Studien kommen zu den Ergebnis, dass Rosmarin gut für das Gedächtnis ist, auch Shakespeare erwähnte bereits im Stück „Hamlet“:

There’s rosemary, that’s for remembrance.

Was so viel bedeutet wie:

Hier gibts Rosmarin, das ist fürs Gedächtnis.

Rosmarin für kognitive Leistung

Rosmarin ist sowohl gut für das Gedächtnis als auch für die kognitive Leistung im Allgemeinen.

Ist Rosmarin gut für das Gedächtnis?

So fand man in einer weiteren Studie, dass die Leistung bei kognitiven Aufgaben durch Rosmarinaroma und das ihn ihm enthaltene 1,8-Cineol signifikant verbessert werden kann.

Die Teilnehmer wurden für 4-10 Minuten den Rosmarinaroma in einer Kabine ausgesetzt bevor kognitive Untersuchungen abgeschlossen wurden. Gleichzeitig wurde auch das Blut untersucht.

Die Wissenschaftler schlussfolgerten schließlich, dass Rosmarinöl das Potenzial Besitz, die kognitive Leistungsfähigkeit positiv zu beeinflussen, unter anderem deshalb, da es den Abbau von Acetylcholin verhindert. [5]

Fakt am Rande: Was ist 1,8 Cineol?
1,8-Cineol, häufig auch nur Cineol ist ein zentraler Bestandteil der ätherischen Öle von Kräuter wie Eukalyptus, Salbei, Lorbeer sowie auch Rosmarin und Wermut. Cineol gelangt als ein recht kleines, fettlösliches Molekül ziemlich einfach in die Blutbahn, speziell  über unsere Lunge. z.B. wenn wir Rosmarinöl im Diffusor verwenden.

Rosmarin gegen Alzheimer

Nun wissen wir: Rosmarin ist gut für das Gedächtnis und effektiv zur Steigerung der kognitiven Leistung. Wie wirkt das Kraut aber auf Alzheimer? Kann Rosmarin gegen Alzheimer helfen?

Die Alzheimer-Krankheit ist eine heutzutage recht häufige Form der neurodegernativen Erkrankungen und die häufigste Form der Demenzerkrankungen unter welcher wiederum rund 1,6 Millionen Menschen alleine in Deutschland leiden.

Hilft Rosmarinöl gegen Alzheimer?

Auch wenn es für Alzheimer bisher keine Heilungsmöglichkeiten gibt, so gibt es zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten um die Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität Betroffener zu erhöhen. In letzter Zeit wurden zahlreiche Studien zu natürlichen Behandlungsmaßnahmen durchgeführt. Eine mögliche Behandlungsmaßnahme könnte das Rosmarinöl sein.

Studie: Aromatherapie gegen Alzheimer

So testen man in einer Studie aus Japan die Auswirkungen von Aromatherapie auf Alzheimer. Dazu verwendete man verschiedene ätherische Öle wie Rosmarin und Zitronenöl am Morgen und Lavendel bzw. Orangenöl am Abend. Am Ende der Untersuchungszeit zeigten alle Alzheimer-Patienten eine signifikante Verbesserung von kognitiven Funktionen speziell im Zusammenhang mit der persönlichen Orientierung. Die Wissenschaftler schlussfolgerten, dass die Aromatherapie mit ätherischen Ölen (wie unter anderem Rosmarinöl) eine wirksame nicht-pharmakologische Therapie bei Demenzerkrankungen wie Alzheimer sein kann.
Tipp: ->> Kurkuma gegen Alzheimer

Carnolsäure gegen Toxine
Rosmarinöl enthält außerdem die sogenannte Carnolsäure, welche effektiv gegen Toxine und freie Radikale wirkt. Diese können wiederum eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung von Alzheimer spielen.

Rosmarinöl gegen Kopfschmerzen

Rosmarin wird bereits seit geraumer Zeit in der Volksmedizin zur Behandlung von Kopfschmerzen, Epilepsie, Durchblutungsstörungen und vielen anderen Beschwerden eingesetzt. Gleichzeitig ist Rosmarinöl ganz allgemein ein gut geeignetes Schmerzmittel. [6]

Kann Rosmarin gegen Kopfschmerzen helfen?

Studien in denen man die Auswirkungen von Rosmarinöl gegen Kopfschmerzen untersucht hat sind bisher allerdings kaum bekannt. In einer Studie fand man aber, dass eine Aromatherapie aus ätherischen Ölen wie Lavendel, Majoran, Eukalyptus, Rosmarin und Pfefferminze effektiv Schmerzen verringert. [7] Womöglich könnte die schmerzlindernde Wirkung auch bei Kopfschmerzen vorhanden sein.

Wie bereits im Beitrag „Yoga gegen Kopfschmerzen“ erwähnt, kann auch Stress eine Ursache für Kopfschmerzen sein. Hier bietet Rosmarinöl oder auch Lavendelöl eine mögliche Lösung. So fand man in Studien, dass durch 5-Minutiges Riechen an diesen zwei Ölen der Stresshormonspiegel deutlich gesenkt werden konnte. Gleichzeitig wirkt Rosmarin antioxidativ und daher gegen freie Radikale, welche wiederum eine bedeutende Rolle für zahlreich Erkrankungen und Symptome spielen können. [8]

Rosmarin gegen Kopfschmerzen
Auch wenn ausreichende wissenschaftliche Hinweise dafür fehlen, dass Rosmarin effektiv gegen Kopfschmerzen wirkt, wird Rosmarin seit geraumer Zeit in der Naturmedizin mit Erfolg bei Kopfschmerzen angewendet.

Rosmarin Anwendung-so verwenden Sie Rosmarin!

Nun kennen Sie also die vielfältigen Wirkungen von Rosmarin. Einerseits ist Rosmarin gut für das Gedächtnis, andererseits kann es auch bei Demenzerkrankungen wie Alzheimer helfen oder ganz allgemein die kognitive Leistung stärken. Aber wie wende ich Rosmarin im Alltag an?

Rosmarinöl im Diffuser

Ein Diffuser ist eine besonders einfache Möglichkeit um seinen Raum zu reinigen und die Luft zuhause zu verbessern. Auch für die Verwendung von Rosmarinöl zum Gedächtnis verbessern ist ein Diffuser bestens geeignet.

Difusser

Wenn Sie einen Diffuser besitzen können Sie diesen wie üblich ganz einfach mit Wasser und rund 5 Tropfen Rosmarinöl für 50 ml befüllen. Anschließend Diffuser einschalten und genießen.

Unser Körper nimmt mithilfe unserer Lunge zahlreiche Terpene wie 1,8-Cineol auf, die sowohl unser Gedächtnis als auch die kognitive Leistungen ganz allgemein verbessern können.

Aufgrund der gedächtnisfördernden Art des Rosmarinöl eignet sich ein Diffuser mit Rosmarinöl ideal für die Arbeit im Büro.

Rosmarin Gewürz

Rosmarin ist ein beliebtes Gewürz. Egal ob in getrockneter Form aus dem Suppermarkt oder frisch aus dem Garten-das Würzen mit Rosmarin ist sowohl in Südeuropa, als auch Mitteleuropa ein fester Bestandteil der Küche!

Rosmarin zum Würzen von Fleisch

Früher waren Küchenkräuter wie Rosmarin und Oregano speziell deshalb ein fester Bestandteil der südeuropäischen Küche, da aufgrund der antibaktierellen Eigenschaften von Ihnen Fleischgerichte und andere Speisen länger haltbar gemacht werden konnten!

Rosmarin ist frisch am besten, sollte er in der Form allerdings nicht zur Verfügung sein, so bietet auch getrockneter Rosmarin noch viel Aroma und wirksame Stoffe.

Ideal eignet sich Rosmarin nicht nur für deftige mediterrane Gerichte wie z.B. Lammkotelett, sondern sogar für zahlreiche Süßspeisen.

Frischer Rosmarin aus dem Garten lässt sich übrigens ganz einfach trocknen oder einfrieren!

Verwendung:
Rosmarin eignet sich ideal für Gerichte mit Fleisch, Fisch, Gemüse oder Kartoffeln. Am besten schneiden Sie die harten Blätter ganz klein oder zerstoßen sie im Mörser!

Rosmarintee-Schon mal probiert?

Schon mal was von Rosmarintee gehört? Wenn nicht, dann sollten Sie den Tee unbedingt mal probieren!

Dazu einfach ein Esslöffel Rosmarinblätter mit 250 ml Wasser aufgießen und anschließend zugedeckt ziehen lassen.

In Rosmarin baden

Auch in Rosmarin baden ist möglich! Ein Rosmarinbad unterstützt die Hautpflege, gesunde Haare und wirkt auch gegen Juckreiz. Auch bei der Behandlung von Erkältungen oder Verdauungsprobleme ist ein Rosmarinbad sinnvoll.

Füllen Sie dazu Ihre Badewanne mit angenehm warmen Wasser und fügen Sie rund 10 Tropfen ätherisches Rosmarinöl hinzu. Achten Sie beim Rosmarinöl aber unbedingt auf gute Qualität und Reinheit. Neben Rosmarin sollten keine weiteren Zutaten im Öl enthalten sein!

Weitere Verwendungszwecke

Des Weiteren kann Rosmarinöl auch für Massagen oder in der Aromatherapie verwendet werden. Dabei ist allerdings eine Absprache mit einem Arzt oder Heilpraktiker erforderlich bzw. sinnvoll.

Achten Sie beim Kauf von ätherischen Ölen unbedingt auf entsprechende Qualität. Folgende Angaben deuten auf eine gute Qualität beim Rosmarinöl hin:

  • 100% rein ätherisches Öl
  • Herkunft
  • Angaben über Anbau und verwendetes Pflanzenteil
  • die lateinische Bezeichnung (Rosmarinus officinalis)
  • Füllmenge
  • Gewinnungsverfahren

Diese Angaben sollten auf der Verpackung zu finden sein!

Fakt am Rande
Wussten Sie, dass die Rosmarinpflanze zur Familie der Lippenblütler gehört? Die selbe Familie also wie zahlreiche andere Küchenkräuter! So etwa Lavendel, Thymian, Basilikum, und Salbei!

Gibt es bei Rosmarin Nebenwirkungen?

Rosmarin ist ein hilfreiches Mittel zur Verbesserung des Gedächtnis und der kognitiven Leistungen.

Dennoch ist Rosmarin so wie die meisten Kräuter in großen Mengen leicht toxisch. Speziell in der Schwangerschaft, bei Kleinkinder, Säuglinge oder bei Allergien sollte man deshalb auf Rosmarin verzichten.

Sollten Sie unter Erkrankungen der Atemwege wie etwa Asthma oder auch unter Bluthochdruck leiden, sollten Sie die Einnahme unbedingt zuvor mit einem Arzt besprechen. Auch bei weiteren Erkrankungen kann eine Absprache mit einem Arzt sinnvoll sein.

Bei gesunden Menschen kommt es bei normaler Dosierung aber normalerweise zu keinen Nebenwirkungen.

Wie bereits im Beitrag zu Cholin und Kurkuma erwähnt, gilt aber auch hier wieder das Sprichwort:

„Alle Ding sind Gift und nichts ist ohne Gift. Allein die Dosis macht das ein Gift kein Gift ist.“ 

-Paracelsus-

Fazit: Ist Rosmarin nun eigentlich gut für das Gedächtnis und Gehirn?

Ja! Rosmarin bietet zahlreiche positive Wirkungen auf die kognitive Leistung sowie das Gedächtnis. Gleichzeitig wirkt das Küchenkraut entzündungshemmend, antioxidativ, antibakteriell, nervenstärkend und antidiabetisch weshalb Rosmarin auch gegen zahlreiche weitere Krankheiten und Symptomatiken empfohlen wird!

Außerdem lässt sich Rosmarin recht einfach verwenden. Ein Diffuser im Büro, ein Gewürz in der Küche, ein neues Badearoma oder sogar ein Rosmarin-Tee! Rosmarin ist vielseitig und nicht nur für das Gedächtnis gut!

Referenzen
  1. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27869665
  2. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22517595
  3. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17291597
  4. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12690999
  5. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3736918/
  6. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23122161
  7. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15778570
  8. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17291597

 

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