Was kann Ginkgo wirklich? | Die Ginkgo Wirkung!

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Was ist denn eigentlich Ginkgo? Was ist die Ginkgo Wirkung? Wogegen hilft Ginkgo? Hier erfahren Sie warum Sie die den asiatischen „Uraltbaum“ Ginkgo als natürliches Mittel gegen Depression, Angst und zur Verbesserung von Alzheimer, Konzentrationsprobleme und Vergesslichkeit verwenden sollten!

Ginkgo: Was ist das?

Blatt vom Ginkgo

Ginkgo biloba (oft auch als Ginko bezeichnet) ist eine sehr alte Baumart aus dem asiatischen Raum, welche wohl das einzige Überbleibsel unter den Ginkgogewächsen (Ginkgophyta) darstellt!

Die anderen Ginkgo Arten gelten als bereits ausgestorben (vermutlich aufgrund der nördlichen Eiszeit), während man vom Ginkgo Biloba in China noch mehrere Tausend Jahre alte Exemplare finden sollte!

Den Baum erkennt man speziell dank seines charakteristischen in zwei Teilen geteilten Blatt, welches häufig auf Verpackungen von Nahrungsergänzungsmittel zu sehen ist! Weitere Namen für den Ginkgobaum sind z.B. Goethebaum, Elefantenohrbaum oder Fächerblattbaum!

Der Ginkgobaum wird bei uns häufig als Zierpflanze gepflanzt! Aber auch seine gesundheitsfördernden Vorteile sind beeindruckend! Die Heilpflanze Ginkgo biloba wird so bereits seit Jahrtausenden zu medizinischen Zwecken in China verwendet – anfangs speziell gegen Altersschwäche. Heutzutage ist die Pflanze auch bei uns für eine positiven Wirkung gegen Durchblutungsstörungen, Vergesslichkeit, Gedächtnisprobleme und Konzentrationsprobleme bekannt und wird sogar in unseren Breitengraden gepflanzt!

ginkgo

Ginkgo Pflanze

Wie wirkt Ginkgo?

Mittlerweile wurde die Ginkgo Pflanze bereits genauestens untersucht und man fand eine gesundheitsfördernde Wirkung auf verschiedenste Körperbereiche, besonders aber dem Gehirn!

Die Wirkung des Ginkgo Biloba verdanken wir vor allem den Flavonoiden, Bilobaliden und den Ginkgoliden! Weitere enthaltene Stoffe sind z.B. Ginkgolsäuren und ätherisches Öl!

Flavonoide

Flavonoide sind ein wichtiger sekundärer Pflanzenstoff, der beim Verzehr unsere Abwehrkräfte stärkt! Sie gehören zu den Antioxidantien, welche der Abwehr freier Radikale dienen und damit die Zerstörung von Gewebe durch freie Radikale reduzieren!  Antioxidantien können unsere Denkprozesse schützen und beispielsweise das Risiko für Alzheimer und Krebs senken. Auch von einer allgemein positiven Wirkung auf Gedächtnis und kognitiven Funktionen berichtet man bei Antioxidantien wie beispielsweise aus Ginkgo!

Bilobalide und Ginkgolide

Bilobalide und Ginkgolide gehören zur Gruppe der Terpene und sind miteinander eng verwandte Bestandteile des Ginkgo-Extrakts. Sie werden zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfall eingesetzt![3, 4]

So wie auch die Flavonoide wirken sowohl Bilobalide und Ginkgolide als Antioxidantie und üben einen allgemein positiven Effekt bei Erkrankungen, welche die Hirngefäße betreffen aus! Bilobalide und Ginkgolide sind in der Regel vor allem in den Blättern des Baumes enthalten!

Was ist die Ginkgo Wirkung?

Dank des Zusammenspiels der Flavonoide und der Terpene wie Bilobalide und Ginkgolide hat Ginkgo eine starke Wirkung auf Körper & Geist!

Es schützt unsere Zellen vor Schaden, verbessert unsere Durchblutung und soll bei Gedächtnisproblemen und Lernschwächen helfen können! Gemeinsam mit der antioxidativen Eigenschaften machen diese Eigenschaften Ginkgo zu einem idealen Mittel für das Gedächtnis, gegen Alzheimer & Co!

Beim Ginkgo weiß man aus zahlreichen Studien eine positive Wirkung bei den verschiedensten Erkrankungen! Auch wenn die Studienlage noch recht gering ist und ausreichende Beweise fehlen, gibt es dennoch zahlreiche positive Berichte über die Ginkgo Wirkung bei folgenden Erkrankungen!

  • Autismus
  • Angst
  • Alzheimer
  • Angstzustände
  • Demenz
  • Vergesslichkeit
  • ADHS
  • Chronisches Müdigkeitssyndrom
  • Fibromyalgie
  • „Denkprobleme“
  • Migräne, Kopfschmerzen
  • Hörverlust
  • Tinnitus
  • Makula-Degeneration, Sehprobleme, Glaukom
  • Durchblutungsstörungen
  • hoher Cholesterinspiegel
  • Arteriosklerose
  • Bronchitis
  • Asthma
  • COPD
  • Verdauungsstörungen
  • Kopfschmerzen
  • manche Arten von Krebs
  • Verbesserung der Immunfunktion
  • potenziell hilfreich bei der Entgiftung
  • allgemein verbesserte Gehirnaktivität

Die Hauptwirkung von Nahrungsergänzungsmittel mit Ginkgo Biloba sieht man in einer Verbesserung von der Durchblutung, der Viskosität des Blutes und einer schützenden Wirkung vor oxidativem stress sowie dem Schutz von Nervenzellen!

10 Ginkgo Wirkungen im Detail

Jetzt wo Sie bereits eine Menge Wirkungen bzw. Anwendungen von Ginkgo für die Gesundheit wissen, so erfahren Sie hier noch genauere Infos zur Ginkgo Wirkung mit einem Fokus auf das Gehirn! Hier erfahren Sie also wie Ginkgo gegen verschiedenste Beschwerden nun eigentlich wirklich wirksam ist!

1-Ginkgo gegen Alzheimer [6]

Alzheimer gilt leider als nicht heilbar! Dennoch gibt es zahlreiche Mittel, die die Symptome von Alzheimer und die Lebensqualität von Patienten verbessern können! Andere Mittel helfen um den Fortschritt der Erkrankung zu reduzieren oder die Erkrankung in erster Linie zu verhindern!

ginkgo wirkung alzheimer

Patient mit Alzheimer

Ginkgo biloba Extrakte sind für eine positive Wirkung bei Alzheimer bekannt, weshalb Sie auch in verschiedensten Alzheimer-Medikamenten Anwendung finden! Speziell soll Ginkgo Menschen mit Alzheimer dabei helfen können, tägliche Aktivitäten wie Körperpflege und Aufgaben im Haushalt besser auszuführen. Folglich hilft Ginkgo biloba Patienten mit Alzheimer dabei im Alltag einfacher mit ihrer Erkrankung umgehen zu können!

In Studien sah man außerdem eine positive Wirkung von Ginkgo gegen Alzheimer durch Stärkung des Gedächtnis. Dabei wurden aber höhere Dosen von 240mg pro Tag verwendet.  Bei einer niedrigen Dosierung von 120 mg am Tag sah man keine Verbesserungen.

Zusammenhängen könnten die positiven Wirkung des Ginkgoextrakts bei Alzheimer speziell mit einer verbesserten Durchblutung und verbesserten Hirnleistung! Ginkgo Extrakte können außerdem unser Gehirn vor beta-amyloid-plaques schützen, welche wiederum als Ursache für Alzheimer gelten! [13]

Übrigens ist nicht nur Ginkgo gut gegen Alzheimer, lesen Sie doch auch mal wie Kurkuma auf das Gehirn bei Demenz wirken kann!

2-Ginkgo gegen Demenz

Kann Ginkgo das Gehirn bei Demenz verändern?

Demenz ist ein Begriff, der verschiedenste Erkrankungen, die mit einem Verlust geistiger Fähigkeiten einhergehen, beschreibt! Charakteristisch sind Symptome im Bereich Erinnerungen, Orientierung, Denken und Persönlichkeit! Alzheimer ist eine Form von Demenz und Ginkgo wirkt dabei ganz gut! Aber wie wirkt Ginkgo gegen andere Demenzerkrankungen?

In Studien sah man bei Ginkgo potenziell positive Auswirkungen auf die kognitive Leistungsfähigkeit, die Aktivitäten im Alltag und den Gesamteindruck von Demenz-Patienten, wenn Ginkgo mindestens 22 Wochen bei einer Dosierung von mehr als 200 mg / Tag verabreicht wurde! [6, 7]

3-Ginkgo für Gedächtnis und Konzentration

Ginkgo ist ein traditionelles Mittel gegen Probleme des Gedächtnis, der Aufmerksamkeit, der Konzentration und der Denkgeschwindigkeit und wurde früher regelmäßig gegen Gedächtnisverlust beschrieben – zumindest solange bis die Krankenkassen es noch zahlten! Aber sind diese Ginkgo Wirkungen auf das Gedächtnis überhaupt gerechtfertigt? Wie wirkt Ginkgo auf unser Gedächtnis?

gingko gegen konzentrationsprobleme

Hilft Ginkgo gegen Konzentrationsprobleme?

Speziell in der chinesischen Medizin ist die Verwendung von Ginko für das Gedächtnis weit verbreitet! Und tatsächlich ist Ginkgo eines der ersten Beispiele für ein natürliches Nahrungsergänzungsmittel mit einer nootropischen Wirkung, also ein Mittel welches unsere kognitiven Fähigkeiten verbessert!

Sogar die WHO klassifiziert Ginkgo Biloba als ein Antidementivum, also einen Wirkstoff, welcher zur Behandlung von Störungen der Konzentration und Denkfähigkeit sowie zum Gedächtnis verbessern eingesetzt wird!

Studien

Dennoch ist sich die Studienlage speziell in Bezug auf die Wirkungen von Ginkgo auf das Gedächtnis noch nicht ganz einig! Während man in verschiedensten Studien positive Wirkungen auf das Gedächtnis und kognitiven Funktionen bei der Einnahme von Ginkgo bei Alzheimer-Patienten sah, so gibt es auch Studien, welche keine vergleichbare Wirkung bei gesunden Personen fanden!

Es gibt Studien in denen von einer positiven Wirkung auch bei gesunden Menschen gesprochen wird und Studien in denen kein Effekt bei gesunden Personen gefunden wurde. Vermutlich dürfte hier aber in manchen Studien die Dosis zu gering gewesen sein! Manche Hersteller scheinen auch bei der Dosis von Ginkgo ein wenig zu tricksen!

Zusammengefasst:
Ginkgo wird seit Jahrhunderten zur Verbesserung kognitiver Funktionen und des Gedächtnisses genutzt! Allerdings sah man in Studien vor allem positive Effekte auf das Gedächtnis und die kognitiven Fähigkeiten bei Patienten mit Alzheimer oder Demenz! Die Ginkgo Wirkung bei gesunden Personen auf Gedächtnis und Konzentration ist umstritten, da manche Studien keine Effekte sahen! Hier könnte aber auch die Dosis zu gering gewesen sein!

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4-Ginkgo gegen Angst [9]

Auch wenn es noch recht wenige Studien zu Ginkgo gegen Angststörungen gibt, so fand man in einer Studie, welche im „Journal of Psychiatric Research“ veröffentlicht wurde, dass Ginkgo Menschen helfen könnte, die an einer Angsstörung bzw. übermäßiges Gefühl der Sorge leiden!

angst

Wirkt Ginkgo gegen Angst?

In dieser Studie untersuchte man die Auswirkungen eines Ginkgo-Medikaments, welches für gewöhnlich gegen Demenz verwendet wird, bei 82 Menschen mit einer allgemeinen Angststörung!

Über einen Zeitraum von vier Wochen bekamen die Patienten entweder ein Placebo oder das  Ginkgo-Medikament! Man sah, dass die Ginkgogruppe deutlich größere Verbesserung der Angstsymptome zeigte als das Placebo. Außerdem war das Medikament für die Patienten sehr gut verträglich!

Menschen, die aber aufgrund von Angststörungen Xanax (Alprazolam), ein Medikament in der Gruppe der Benzodiazepine zur Behandlung von Angst- und Panikstörungen einnimmt, sollten kein Ginkgo verwenden! Ginkgo kann nämlich die Wirkung des Medikaments negativ beeinflussen!

5-Ginkgo gegen ADHS [12, 22]

Die Ginkgo Wirkung beschränkt sich nicht nur auf eine Verbesserung von Alzheimer, Demenz & Angststörung. Sogar gegen das Zappelphilip-Syndrom auch bekannt als ADHS ist Ginkgo laut Studien eine potenzielle effektive Behandlungsmaßnahme!

In der ersten Studie untersuchte man 6 psychiatrische ambulante Patienten, welche mit ADHS diagnostiziert wurden und fand eine klare Verbesserung der Hyperaktivität, Unaufmerksamkeit und „Unreife“ der Patienten, wenn Ginkgo biloba als Nahrungsergänzung gegeben wurde!

In einer weiteren Studie gab man 20 ADHS-Patienten über 3-5 Wochen eine Dosis von bis zu 240 mg Ginkgo in Form des Medikaments EGb 761® am Tag! Man sah nach der Verabreichung ebenfalls eine klare Verbesserung der ADHS Symptome!

Zusammengefasst:
Die hier erwähnten Studien liefern erste Hinweise darauf, dass Ginkgo biloba eine effektive Wirkung als Nahrungsergänzungsmittel bei ADHS sein kann!

6-Ginkgo gegen Vergesslichkeit

Ginkgo wurde früher sehr häufig in Deutschland gegen Vergesslichkeit verschrieben. Tatsächlich wird eine positive Wirkung vom Blattextrakt der Ginkgo biloba Pflanze gegen Vergesslichkeit vermutet, da die in der Pflanze enthaltenen Stoffe die Durchblutung und die Fließfähigkeit des Blutes verbessern können!

7-Ginkgo für die Augen

Stärkt Ginkgo unser Augen?

Ginkgo ist für seine durchblutungsfördernde Wirkung bekannt. Ginkgo wirkt dabei aber sowohl im Gehirn als auch in anderen Körperregionen wie etwa den Augen, wodurch eine bessere Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen der Nezthaut gewährleistet wird und auch schädliche Stoffe einfacher entfernt werden können!

Das könnte Ginkgo zu einer effektiven Begleitmaßnahme  oder Behandlungsmaßnahme bei Augenerkrankungen machen! Und tatsächlich fand man einen positiven Effekt des Extrakts von Ginkgo bei verschiedensten Augenproblemen wie beispielsweise Makula-Degeneration und Glaukom!

Makuladegeneration [10]

Bei der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) handelt es sich um eine Erkrankung, welche die Netzhaut auf der Rückseite des Auges betrifft! Als potenzielle Ursachen für die Makuladegeneration gelten eine erbliche Veranlagung, Vorerkrankungen, ein hohes Alter, oxidativer Stress, Blaulicht und laut einigen Berichten auch Ernährungsfaktoren! Die Erkrankung kann zu Läsionen führen, die im Ernstfall in der Erblindung enden können!

Auch wenn es noch nicht allzu viele Studien zum Thema Makuladegeneration und Ginkgo gibt, so wird aus zwei kleinen Studien aus Deuschland und Frankreich von positiven Auswirkungen von Ginkgo biloba auf das Sehvermögen bei AMD berichtet. Man vermutet außerdem, dass Ginkgo Biloba das Fortschreiten der Altersbedingten Makuladegeneration reduzieren kann!

Glaukom [11]

Unter Glaukom bzw. grüner Star versteht man eine Summe verschiedenster Augenerkrankungen, welche zu einem Verlust von Nervenfasern und im Extremfall sogar zur Erblindung führen können!

Ginkgo kann Faktoren (wie gestörte Mikrozirkulation, oxidativer Stress, Beeinträchtigung der mitochondrialen Funktion in den retinalen Ganglienzellen) , welche an einer Glaukomerkrankung beteiligt sind gut reduzieren, weshalb man davon ausgeht, dass eine Einnahme von Ginkgo bei Glaukomerkrankungen von Vorteil sein könnte!

Auch wenn die standardmäßige Behandlung von Ginkgo aus einer Reduzierung des Augeninnendrucks besteht kann die Verabreichung einer Ginkgo-Behandlung zumindest dann in Betracht gezogen werden, wenn das Glaukom trotz eines normalen Augeninnendrucks fortschreitet!

8-Ginkgo gegen Tinnitus [15, 16, 17]

Ginkgo hat zahlreiche positive Wirkungen bei Alzheimer, Angststörung für gesunde Augen & Co und ist daher wohl eines der besten Mittel für ein gesundes Gehirn! Häufig wird auch von einer Wirkung gegen Tinnitus berichtet!

Allerdings scheint das ein klarer Mythos zu sein! In zahlreichen randomisierten placebokontrollierten Doppelblindstudien sah man, dass Ginkgo keinen positiven Effekt gegen Tinnitus bzw. „Ohrgeräusche“ hat! Andere Studien berichten zwar von positiven Auswirkungen, allerdings haben diese Studien Fehler im Studiendesign, sind nur mit wenigen Teilnehmern gemacht oder aber stammen die Ergebnisse aus Journalen ohne Qualitätssicherung!

Die Behandlungsversuche von Tinnitus werden in einem Artikel auf pubmed (Quelle 16) nicht nur als Geldverschwendung bezeichnet, sondern auch als eine Hinderung dazu nach wirklich wirksamen Therapiemaßnahmen zu suchen!

9-Ginkgo gegen Depression

Neben einer positiven Wirkung gegen Angst soll Ginkgo auch eine positive Wirkung auf Depression haben können!

Hilft Ginkgo gegen Depression?

Auch wenn eine Ginkgo-Nahrungsergänzung wahrscheinlich nicht als alleinige Maßnahme zur Behandlung von Depression ausreicht, so ist Ginkgo dennoch ein natürliches Mittel zur unterstützenden Behandlung von leichter oder mittlerer Depression!

In Studien sah man, dass Ginkgo Blatt-Extrakte ein natürliches Antidepressivum darstellen und folglich eine effektive antidepressive Wirkung haben! [18] Allerdings braucht es wie bei jeder Ginkgo-Anwendung auch hier wieder ausreichend Zeit um positive Wirkungen zu sehen! Außerdem sah man die Effekte nur bei hohen Dosierungen! (Details siehe unten)

Daher kaum Nebenwirkungen in Bezug auf Ginkgoextrakt bekannt sind, lohnt sich das Ausprobieren!  Aufpassen sollten Sie aber dennoch, wenn Sie gewisse Antidepressiva oder Medikamente gegen Angsstörungen einnehmen, da diese gemeinsam mit Ginkgo eventuell schlechter wirken. (Details siehe unten)

10-Ginkgo gegen Stress

Wir haben bereits gesehen was für eine umfangreiche Wirkung Ginkgo besitzt! Kann Ginkgo aber sogar gegen Stress wirken! Studien zufolge möglicherweise schon!

So sah man in einer Studie, welche im polnischen Fachmagazin „Journal of physiology and pharmacology“ veröffentlicht wurde, dass eine einzige Behandlung von nur 120 mg Ginkgo nicht nur Cortisol reduzierte, sondern auch einen stressbedingten Blutdruckanstieg reduzierte, ohne die Herzfrequenz zu beeinflussen! [20]

Ginkgo Nebenwirkungen

Ginkgo hat also eine Summe von positiven Wirkungen auf Gehirn und Körper! Außerdem ist es in Form von Ginkgoextrakt in der Regel rezeptfrei in der Apotheke erhältlich! Aber wie steht es um die Nebenwirkungen? Gibt es Nebenwirkungen bei der Einnahme von Ginkgoextrakt?

In seltenen Fällen kann es bei der Einnahme von Ginkgo Extrakten zu Nebenwirkungen kommen. Dazu zählen:

  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Kreislaufstörungen, Schwindel
  • allergische Reaktionen (Ginkgolsäure)
  • Hautreaktionen
  • Kopfschmerzen

In recht seltenen Fällen kann Ginkgo auch zu Blutungen z.B. der Augen oder der Nase führen, speziell wenn Menschen zu Blutungen neigen oder blutverdünnende Medikamente verwenden!

Ginkgo Nahrungsergänzungsmittel gelten prinzipiell als sicher. Allerdings ist es so wie bei jedem Nahrungsergänzungsmittel empfehlenswert zuerst eine Absprache mit einem Doktor durchzuführen! Denn Ginkgo-Medikamente können die Wirkung von anderer Medikamente beeinflussen und sind eventuell nicht für jeden geeignet!

Ginkgo und Medikamente

Sollten Sie blutverdünnende Medikamente einnehmen, kann Ginkgo eventuell negative Wirkungen haben, da das Heilkraut den Effekt von Blutgerinnungshemmer verändern kann!

Kann man Medikamente gemeinsam mit Ginkgo-Extrakt einnehmen?

Außerdem gibt es Hinweise darauf, dass Ginkgo negative Auswirkungen auf die Wirkung auf  Medikamenten mit Acetylsalicylsäure wie etwa Aspirin haben kann! Auch Menschen, die Xanax, (Alprazolam), ein Benzodiazepin-Medikament zur Behandlung von Angst- und Panikstörungen, einnehmen sollten keine Ginkgo Präparate einnehmen, da das Heilkraut die Wirkung dieser verändern kann!

Es wird empfohlen, dass Sie in der Schwangerschaft oder beim Stillen auf Ginkgo verzichten  bzw. Ginkgo nur mit der Bestätigung eines Arztes einnehmen um Komplikationen zu vermeiden. Leider gibt es nämlich noch nicht ausreichend Erfahrungen bei dem Heilkraut in der Schwangerschaft!

Ebenso sollte Ginkgo nicht vor Operationen (inkl. Zahnoperationen) eingenommen werden um das Risiko für Blutungen gering zu halten!

Wie lässt sich Ginkgo anwenden?

Ginkgo Nahrungsergänzungsmittel sind in vielen Ländern rezeptfrei in der Apotheke erhältlich! Eingesetzt wird das Extrakt der Ginkgopflanze gerne in Form von Kapseln, Tabletten, Säfte, Tee, Tinktur, Tropfen, Salbe, Pulver, Dragees, Shampoo oder als ätherisches Öl!

Häufig werden die Blätter zuerst pulverisiert um anschließend Extrakte herzustellen, welche anschließend einfach in den Kapseln oder Tabletten verarbeitet werden. Die Produkte unterscheiden sich vor allem in der Konzentration der Wirkstoffe! Hinweise zur Anwendung finden Sie in der Packungsbeilage, beim Arzt oder in Ihrer Apotheke!

Tipp:: Tee aus Ginkgo sollte man vermeiden! Das Heilkraut Ginkgo kann nämlich in Teeform nicht ihr volles Wirkungsspektrum zeigen – es wird bei der Zubereitung nur unzureichend herausgelöst!

Wie wird Ginkgo dosiert?

Je nach Art und Grad der Beschwerden unterscheidet sich die Dosierung von Ginkgo! Generell sind Dosierungen von 120 mg und 240 mg üblich, aber auch geringere Dosierungen von lediglich 40 und 80 mg werden angeboten! Teilweise werden sogar extrem hohe Dosierungen von bis über 360 mg verschrieben!

In der Regel sagt Ihnen ihr Arzt wie Sie Ginkgo dosieren sollten! Zur Verbesserungen von Beschwerden von Alzheimer kommen häufig sehr hohe Dosierungen von 240 mg zum Einsatz, während man bei leichten Durchblutungsstörungen normale Dosierungen von rund 120 mg nutzt. Für die meisten Anwendungen wird aber eine Mindestdosierung von 100 mg empfohlen um auch wirklich eine Wirkung zeigen zu können!

Fakt am Rande:
Die Grundlage für Ginkgo-Nahrungsergänzungsmittel werden in der Regel aus den Blättern gewonnen, welche speziell reich an Flavonoide, Ginkgolsäuren, Ginkgolide, Bilobalid und ätherisches Öl sind! Weitere Inhaltsstoffe sind Kaempferol, Quercetin und Chlorophyll!

Ginkgo und TCM

Ginkgo wird in der TCM bereits seit langem als wirksames Mittel gegen verschiedenste Beschwerden eingesetzt!

Unter TCM, auch Traditionelle chinesische Medizin werden verschiedenste  heilkundliche Maßnahmen aus dem asiatischen Raum bezeichnet! Heutzutage wird die TCM aber nicht nur in China verwendet, sondern findet auch in Europa und Nordamerika viel Begeisterung – speziell dann wenn Menschen die Schulmedizin nicht helfen kann!

Die TCM zeichnet sich neben verschiedenste Maßnahmen wie etwa Akupunktur auch durch der Verwendung zahlreicher Heilkräuter aus! Eines der wichtigsten ist dabei wohl der Ginkgo! Er wurde aufgrund seiner positiven Wirkung gegen Magen-Darm-Probleme, zur Förderung der Entgiftung und gegen Atemwegsprobleme ebenso eingesetzt wie zur Förderung des Gedächtnis, Stärkung des Gehirns und zur Reduzierung der Senilität!

Übrigens ist die Wirkung von Ginkgo nach der Traditionellen chinesischen Medizin weder Yin noch Yang, weshalb gut zum Ausgleich der zwei Pole verwendet werden kann!

Fazit: Wie wirkt Ginkgo?

Wie Sie sehen hat das chinesische Heilkraut Ginkgo zahlreiche positive Wirkungen – speziell auf unser Gehirn!

In Studien sah man neben den oben genannten Wirkungen auch eine Verbesserung motorischer Leistung und einen positiven Einfluss auf die Gewichtsabnahme! Die Wissenschaftler vermuten auch eine neuroprotektive Wirkung, also einen Schutz von Gehirnzellen bei der Einnahme von Ginkgo biloba!

Die Wirkung von Ginkgo biloba für eine verbesserte Gehirnaktivität, verbesserte Immunfunktion und Entgiftung dürften speziell mit der Fähigkeit zur Erweiterung der Gefäße und zur Verbesserung der Gesundheit der Blutgefäße im Zusammenhang stehen!

Eine besondere Wirkung von Ginkgo sieht man bei Alzheimer und Demenz! Manche Experten bezeichnen das Kraut ja auch nicht umsonst als „das am besten untersuchte pflanzliche Mittel gegen Alzheimer“!

Nicht ganz sichergestellt ist aber die Wirkung von Ginkgo auf das Gedächtnis und die Konzentration! Während man zwar bei Ginkgo eine positive Wirkung für kognitive Funktionen bei Alzheimer- und Demenzpatienten sah, so gibt es mehrere Studien an gesunden Personen, welche keine Effekte sahen.

Referenzen
  1. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11665866 
  2. https://academic.oup.com/ajcn/article/77/4/975/4689775 
  3. https://www.researchgate.net/publication/230301165_Naturstoffe_aus_Arzneipflanzen_XVI_NMR-_und_massenspektrometrischer_Vergleich_des_Bilobalids_C15H18O8_mit_den_Ginkgoliden_C20H24O9-11
  4. https://link.springer.com/article/10.1007/s12192-019-00977-1
  5. https://www.sciencedirect.com/topics/neuroscience/ginkgolide 
  6. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK279357/ 
  7. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23001963
  8. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9343463 
  9. https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0022395606001026?via%3Dihub
  10. Evans JR. Ginkgo biloba extract for age-related macular degeneration. Cochrane Database of Systematic Reviews 2013, Issue 1. Art. No.: CD001775. DOI: 10.1002/14651858.CD001775.pub2
  11. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3283204/
  12. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19441138 
  13. https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0024320502021057 
  14. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15142066 
  15. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15142066 
  16. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15998570 
  17. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20015810 
  18. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16880641 
  19. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26268332 
  20. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12369732 
  21. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11026748 
  22. https://www.researchgate.net/publication/265134363_Ginkgo_biloba_extract_EGb_761R_in_children_with_ADHD 
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