Top 12 ätherische Öle: Wirkung & Liste

ätherische öle

Ätherische Öle haben zahlreiche gesundheitliche Vorteile! Aber was sind diese? Welche ätherische Öle sind die besten 12 für die Hausapotheke? Wie werden Sie verwendet? Was muss man beachten? Hier erfahren Sie’s!

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Was sind ätherische Öle?

Ätherische Öle sind verschiedenste Verbindungen, die man aus Pflanzen mithilfe von Destillation, Auspressen oder durch Extraktion gewinnt.

ätherische öle

Ätherische Öle

Bekannt sind ätherische Öle vor allem für die gesundheitlichen Vorteile und Ihre Wirkung nicht nur auf den Körper, sondern auch auf die Psyche.

Während ätherisches Öl aus Lavendel beispielsweise beruhigend und entspannend wirkt, so wirkt Eukalyptus auf unsere Atemwege stärkend und Rosmarin für das Gedächtnis. Jedes ätherisches Öl hat seine eigene einzigartige Wirkung.

Pflanzen bilden ätherische Öle um sich selber vor Schädlingen zu schützen.

Ätherische Öle werden entweder synthetisch oder aus natürlichen Quellen gewonnen. Selbstverständlich sind natürliche Quellen stets vorzuziehen. Allerdings sind hochwertige Öle teuer. Kein Wunder! Für die Herstellung von 1kg ätherischem Lavnedelöl braucht man schließlich rund 200 kg Lavendel. Ähnlich ist das bei anderen ätherischen Ölen. Ätherische Öle sind dementsprechend extrem intensiv!

Die Geschichte der ätherischen Öle

Schon die Griechen und Römer nutzten verschiedenste ätherische Öle.

ätherische öle in Ägypten

Ätherische Öle waren bereits in Ägypten beliebt

Eine besondere Rolle spielten ätherische Öle aber in Ägypten, wo Sie nicht nur als Medizin sondern auch für Kosmetik und religiöse Rituale verwendet wurden. Die Ägypter kannten auch bereits professionelle Destillationsmethoden!

Des Weiteren soll auch in der Bibel soll von ätherischen Ölen die Rede gewesen sein. In der heiligen Schrift soll speziell Zedernholz, Zimt, Tanne und natürlich Weihrauch und Mhyree für ihre Wirkung gelobt worden sein.

Aromatherapie

Bei der Aromatherapie verwendet man ätherische Öle u.a. zur Inhalation oder für Massagen. Und das ziemlich erfolgreich!

ätherische öle

Ätherische Öle aus Lavendel

So fand man in Studien positive Effekte der Aromatherapie gegen Depression, Stress, Entspannung, Schlafstörungen und Schmerzen im Allgemeinen.

Ursprünglich stammt die Aromatherapie von einem französischen Chemiker mit dem Namen René-Maurice Gattefossé (1881-1950). Ihm passierte in seinem Labor ein Unfall, welche durch die Verwendung von Lavendelöl sehr schnell abheilte. Motiviert aufgrund des Erfolgs von Lavendel bei der Wundheilung, entschied sich der französische Chemiker dazu sich weiter mit dem Thema ätherische Öle zu befassen.

Dabei half er zahlreichen Soldaten im ersten Weltkrieg und die Verwendung der Öle verbreitete sich rasant.  René-Maurice Gattefossé brachte zahlreiche Bücher und Produkte auf den Markt.

Heutzutage wird die Aromatherapie nicht nur von sogenannten Aromatherapeuten, sondern auch von Physiotherapeuten, Massagetherapeuten oder Naturheilprakter verwendet.

Wie wirken ätherische Öle?

Ätherische Öle wirken über verschiedenste Rezeptoren-sowohl auf Haut als auch Schleimhaut und gelangen von dort in unser Blutsystem. Aufgrund der sehr kleinen Molekülstuktur können ätherische Öle ganz einfach auch unsere Blut-Hirnschranke überqueren und dort Konzentration, Stimmung und Leistungsfähigkeit beeinflussen.

Ätherische Öle gegen Bakterien

Häufig werden ätherische Öle  über die Nase aufgenommen, etwa mithilfe eines Diffusor (näheres siehe unten). In unserer Nasenschleimhaut befinden sich Millionen von Nervenzellen und darauf Rezeptoren für Hunderte von verschiedenen Duftstoffen, welche die Moleküle an den gesamten Körper weitergeben.

Aber auch über die Hautrezeptoren und Rezeptoren können ätherische Öle aufgenommen werden und gelangen so in verschiedensten Körperregionen, wo sie dann ihre charakteristische Wirkung zeigen. Diese kann beispielsweise entzündungshemmend, schleimlösend, entspannend, verdauungsfördernd, schmerzlindernd oder anregend sein. 

Des Weiteren wirken viele ätherische Öle antibakteriell, antifungal, antiviral, antiparasitär also gegen Bakterien, Pilze, Viren und Parasiten.

Was macht ätherische Öle so wirkungsvoll?

ätherische öle im krankenhaus

Ätherische Öle-effektiv auch im Krankenhaus?

In ätherischen Ölen findet man das ganze Wirkungspektrum der Pflanze-teilweise bis zu 10.000 mal konzentriert. Sie können daher eine unglaubliche Wirkung auf Körper und Geist entfalten und machen die Aromatherapie zu einer äußerst wirkungsvollen nicht-medizinschen Therapie oder Begleittherapie.

Aufgrund der starken Wirkung der ätherischen Öle werden diese bereits in manchen Krankenhäusern angewendet. So verwendete man beispielsweise Lavendelöl um die Angst vor Operationen zu reduzieren und das mit großem Erfolg. [1]

In weiteren Studien sah man die Aromatherapie als Ergänzung zur konventionellen Behandlung als eine gute Möglichkeit um Schmerzen zu reduzieren. Des Weiteren ist Aromatherapie günstiger und mit weniger Nebenwirkungen verbunden als klassische Schmerzmittel. [2]

Aber was sind die besten ätherischen Öle? Jetzt erfahren Sie’s!


Top 12 ätherische Öle: Liste + Wirkung

Jetzt erfahren Sie die Top 12 ätherische Öle und die jeweilige Wirkung!

1: Lavendel

lavendel

Lavendel

Lavendel kennt jeder! Aber wissen Sie auch was das ätherische Öl aus Lavendel so kann?

Die Vorteile von ätherischem Lavenderöl sind vor allem Entspannung, Stressreduktion, sowie Ausgleich von Frustation und Wut.

Aber auch gegen Angst ist Lavendelöl effektiv. So fand man in Studien, dass Lavendelöl eine effektive angstlindernde Wirkung hat, welche primär aufgrund des ätherischen Lavendelöls, Linalool und Linlylacetat hervorgerufen wird. [3]

Des Weiteren wird Lavendelöl traditionell gegen Atemprobleme wie Grippe, Husten, Asthma oder Bronchitis verwendet.

Beim Kauf von Lavendelöl sollten Sie darauf achten, dass das Produkt auch wirklich vom echten Lavendel (Lavandula angustifolia) hergestellt wurde. Manche Hersteller verwenden andere Spezien aus der Familie mit einer anderen Wirkung.

2: Zimtöl

Zimtöl stammt aus der Rinde des Zimtbaum und ist vermutlich eines der ältesten ätherischen Öle, welches bereits von den Ägypter verwendet wurde. Allerdings war Zimt früher sehr sehr teuer und nur die Reichsten der Reichsten hatten dazu Zugang.

Zimtrinde für die Herstellung von Zimtöl

In Studien untersuchte man die postiven Auswirkungen von „Cinnamomum zeylanicum“, auch bekannt als „Ceylon-Zimt“ und fand eine positive Wirkung gegen Bakterien, Parasiten sowie eine Senkung des Blutzucker, Blutdruck und Cholesterin. [5]

Des Weiteren sah man mögliche antioxidative und entzündungshemmende Wirkung. Auch für eine gute Wundheilung und eine gesunde Leber kann Ceylon Zimt effektiv sein. Gleichzeitig fand man kaum unerwünschte oder gar toxische Wirkung beim Zimt. [5]

Außerdem fand man beim Zimtöl eine positive Wirkung gegen verschiedenste Candida-Stämme wie etwa Candida Albicans. Genauer gesagt konnte man mithilfe von Zimtöl in nahezu 72 % der Candida-Patienten Candida komplett auslöschen, während man bei rund 28% der Candida-Fälle eine Verbesserung sah. Zimt hat außerdem eine positive Wirkung auf die Herzgesundheit. [6]

Zimtöl kann unter Absprache mit einem Arzt bei einem sehr hochwertigen Öl intern eingenommen werden oder mit einem Trageöl auf die Haut aufgebracht werden.

3: Rosmarinöl

Bereits im Beitrag Rosmarin für das Gedächtnis haben wir die vielfältige Wirkung des Rosmarinkraut beschrieben. Rosmarin ist gut für Gedächtnis, Gehirn und kognitive Leistung.

Rosmarin

So fand man in einer Studie aus  „The International Journal of Neuroscience“, dass ätherisches Rosmarinöl eine signifikante Verbesserung des gesamten Gedächtnis und eine allgemeine Leistungssteigerung brachte, während Lavendelöl sogar das Gedächtnis etwas negativ beeinträchtigte (vermutlich weil Lavendel entspannend wirkt). Des Weiteren sah man, dass sowohl Aufmerksamkeit als auch Stimmung durch Rosmarin positiv beeinflusst wurde. [7]

Zudem ist Rosmarin antioxodiativ, entzündungshemmend, antibakteriell, antifungal, krampflösend und nervenstärkend und könnte eine potenzielle Begleitmaßnahme bei der Behandlung von Arteriosklerose, Diabetes, Rheuma, Gicht, Migräne und Verdauungsprobleme darstellen.

Rosmarin kann im Diffusor, als Bad, als Tee, als Gewürz oder in der Aromatherapie für Massagen verwendet werden.

4: Zitronenöl

Zitronenöl wird bereits seit geraumer Zeit im Aryuveda verwendet.

Zitronenöl ist mit seinem wunderbaren Aroma schon lange ein wichtiger Bestandteil des Aryuveda. Dank seines hohen Gehalt an Citral, Citronnol, Terpineol, Camphen, Limonen und vielen weiteren Stoffen hat sich das ätherische Öl der Zitrone als sehr gesundheitsfördernd erwiesen.

Beispielsweise wird es gerne zur Behandlung von Gastritis und Magenbeschwerden eingesetzt, da es die Magenschleimproduktion erhöhen kann. [8]

Des Weiteren soll Zitronenöl Verstand, Konzentration und Gedächtnis stärken und uns bei psychisch belastenden Situationen helfen. Gleichzeitig beruhigt Zitronenöl die Nerven und kann dementsprechend Angst und Stress lindern. In einer Studie fand man außerdem, dass ätherisches Zitronenöl kombiniert mit Ingweröl eine sehr positive antioxidative Wirkung auf Gehirn und Leber hat. [10]

Besonders effektiv scheint die Zitrone aber bei der Entgiftung zu sein. In einer Tierstudie aus dem Jahre 2016 untersuchte man die Auswirkung von Zitronenöl bei Ratten, die mit Aspirin vergiftet waren und dementsprechend Leber- und Nierenschäden hatten. Man fand, dass Zitronenöl Schäden und oxidativen Stress an den Entgiftungsorganen Leber und Niere reduzierte. [9]

Besonders gut ist das Zitronenöl in einer Duftlampe oder einem Diffusor. Des Weiteren lässt es sich gut als natürliches Desinfektionsmittel oder als Zutat für’s Geschirrspülmittel nutzen.

5: Teebaumöl

Teebaum

Teebaumöl wird traditionell gegen Nagelpilz und Fußpilz verwendet. Auch als natürliches Deodorant, als Mundspülung (mit Wasser verdünnt) gegen schlechten Atem oder als Reinigungsmittel sind ätherische Öle der Teebaumpflanze bestens geeignet.

Besonders interessant ist allerdings die Wirkung von Teebaumöl gegen Akne. Diese wird durch mehrere Studien bestätigt.

So fand man in einer Studie, die in einem indischen Fachmagazin für Dermatologie veröffentlicht wurde, dass ein Teebaumölgel mit 5% Teebaumöl eine äußerst effektive Möglichkeit gegen leichter bis mittelschwerer Akne ist. Gleichzeitig waren die Nebenwirkungen gering und scheinen deutlich niedriger als bei gewöhnlichen Akne-Medikamenten zu sein. [12]

Bei weiteren Hauterkrankungen sowie bei Pilzinfektionen, Erkältungen und zur Gesichtsreinigung ist Teebaumöl ebenfalls effektiv. Auch auf die Psyche scheint Teebaumöl eine positive Wirkung bei manchen Menschen zu haben – speziell bei Erschöpfung, Lustlosigkeit, Antriebslosigkeit, sowie gegen Angst und Stress.

6: ätherische Öle aus Oregano

Oregano gegen Candida und Parasiten

Oregano Öl wird für eine Summe von Symptomen und Erkrankungen angewendet – besonders effektiv ist es aber gegen Pilzinfektionen wie etwa Candida, aber auch gegen Parasiten und zur allgemeinen Stärkung des Immunsystems. [15]

Auch gegen weitere schädliche Darmbewohner ist ätherisches Oreganoöl dank seiner antiviralen, antimikrobiellen, antifungalen und antiparasitären Wirkung bekannt.

So fand man in einer Studie des Fachmagazin „Phytotherapy Research“, dass die Einnahme von Oreganoöl den Parasit Blastocystis hominis  nach 6 Wochen Einnahme von Oreganoöl bei 11 von 11 Patienten entweder verbesserte oder komplett verschwinden ließ. [14] Bei anderen schädlichen Krankheitserreger fand man eine ähnliche Wirkung

In weiteren Studien sah man zudem, dass ätherisches Oreganoöl ein effektives Mittel zur Präventation von verschiedenen Arten von Krebs darstellen kann. Laut einer Studie aus dem Fachmagazin „Phytomedicine“ zeigt der Stoff Carvarcol, der primär in Oregano und Thymian vorkommt eine „eindeutige Anti-Tumor-Wirkung“ zumindest bei Brustkrebszellen. [16]

Oreganoöl ist sehr scharf und muss unbedingt verdünnt werden – mit Wasser oder Öl! Ansonsten kann es zu Verbrennungen kommen!

7: Pfefferminzöl

Pfefferminzöl ist eines der beliebtesten und am vielseitigsten verwendbaren ätherischen Öle. Im Vergleich zu vielen anderen ätherischen Ölen lässt es sich nicht nur auf der Haut auftragen bzw. inhalieren, sondern ist auch ideal zur internen Verwendung – zumindest, wenn die Qualität passt!

ätherische Öle aus Pfefferminze

Pfefferminzöl

Ätherische Öle der Pfefferminze und Pfefferminztee sind ein wichtiger Bestandteil der Volksmedizin. Dank des hohen Gehalts an Rosmarinsäure (ja wirklich!) und Flavonoide sowie Menthol hat Pfefferminze zahlreiche gesundheitsfördernde Wirkungen. [17]

So gilt es als antimikrobiell und antiviral, antioxidativ, antiallergen und gegen Tumore. In Tierstudien fand man außerdem eine positve Wirkung auf den Magen-Darm-Bereich sowie eine schmerzstillende Wirkung. [17]

In einer Studie aus Italien berichtete man außerdem von einer positiven Wirkung von Pfefferminzöl auf das Reizdarmsyndrom. Die Wissenschaftler schlussfolgerten: [18]

Eine 4-wöchige Behandlung mit Pfefferminzöl verbessert die Symptome im Abdomen (Bauchbereich) bei Patienten mit Reizdarmsyndrom.

Des Weiteren sorgt Pfefferminze für einen frischen Atem, für mehr Energie, bessere Konzentration und für gesunde Gelenke. Nebenwirkungen bei der korrekten Anwendung von Pfefferminzöl wurden aber kaum gefunden. [17]

8: Sandelholzöl gegen Angst

Ein eher seltenes aber umso wertvolleres ätherisches Öl in unseren Breitengraden ist das aus Sandelholz. Bekannt ist es vor allem wegen der Verwendung in Parfums. Mit seinem samtig angenehmen Duft erinnern ätherische Öle aus Sandelholz sofort an den Orient. Aber was hat Sandelholzöl so drauf?

Sandelholz-ideal für ein entspannendes Bad!

In der ayurvedischen Medizin ist Sandelholz ein wichtiges Mittel zur Behandlung von körperlichen und psychischen Störungen. [21] So wird Sandelholzöl unter anderem bei Erkältungen, Husten, Muskelverspannungen, Harnwegsinfektionen, Leber- und Gallenprobleme, Akne und Ekzeme sowie Verdauungsprobleme und mentale Probleme eingesetzt.

Auf die Psyche soll Sandelholzöl ausgleichend, entspannend wirken und eine positive Wirkung bei Stress, depressive Stimmung und Konzentrationsprobleme aufweisen. So fand man einer Studie von „Planta Medica“ eine potenziell positive Wirkung von dem im Sandelholzöl enthaltenen Alpha-Santalol für eine verbesserte Aufmerksamkeit und Stimmung. [21]

Außerdem ist ätherisches Sandelholzöl eine Möglichkeit um Angst effektiv zu reduzieren. [20, 22, 23] Schließlich wird Sandelholzöl auch eine antientzündliche und antibakterielle Fähigkeit nachgesagt.

Sandelholzöl kann in purer Form auf der Haut angewendet werden, natürlich nur dann wenn keine Allergien bekannt sind. Alternativ eignen sich ein paar Tropfen Sandelholzöl auch bestens für ein entspannendes Bad oder im Diffusor.

9: Jasminöl für Stimmung und Stressbewältigung

Jasminblüte für ätherisches Jasminöl

Ätherisches Jasminöl ist ein Naturheilmittel zur Verbesserung von Stimmung und zur Stressbewältigung. In Asien ist das Öl bereits seit Jahrhunderten ein natürliches Mittel gegen Depression, Angst und Stress. Auch zur Schlaflosigkeit wird das Öl aus der Jasminblüte sehr gerne eingesetzt.

In einer Studie mit 40 Teilnehmern wurden die Auswirkungen von Jasminöl, welches auf den Bauchraum aufgetragen wurde, untersucht.

Die Wissenschaftler sahen, dass die Jasminöl-Gruppe im Vergleich zum Placebo deutlich wacher und emotional stärker war, weshalb die Wissenschaftler schlussfolgerten, dass Jasminöl  eine stimulierende bzw. aktivierende Wirkung hat und im Rahmen der Aromatherapie zu einer Linderung von Depression und zu einer Verbesserung der Stimmung führen kann. [24]

In weiteren Studien wird der positive Effekt auf unsere Stimmung bestätigt. Auch eine beruhigende Wirkung wurde festgestellt, weshalb Jasminöl auch als ein natürliches Mittel gegen Schlafstörungen gesehen wird. [25] So wie auch andere ätherische Öle hat Jasminöl außerdem eine antimikrobielle, eine antifungale sowie eine antivirale Wirkung.

Jasminöl eignet sich sehr gut für die Duftlampe oder den Diffusor. Verdünnt mit einem Trägeröl wie Kokosöl oder Oivenöl lassen sich ätherische Öle wie Jasminöl auch ideal für eine Massage verwenden – dabei sollte man allerdings auf Qualität achten! Alternativ eignen sich auch ein paar Tropfen im Bad!

10: Weihrauch

Weihrauch ist wohl eines der bekanntesten Rohstoffe für ätherische Öle. Bereits im Altertum wurde er für religiöse und kulturelle Zwecke benutzt und sollte auch heute in keinem Haushalt fehlen. In Indien ist Weihrauch sehr beliebt zum Beispiel zur Förderung der Konzentration bei Meditation.

Verschiedenste Substanzen wie unter anderem die Boswelliasäuren machen den Weihrauch zu einem Mittel der Wahl gegen Entzündungen. Wie bereits im Beitrag zum Thema Depression durch Entzündungen beschrieben sind aber genau Entzündungen an zahlreichen Erkrankungen heutzutage beteiligt. Nicht nur an Depression, sondern an den meisten Zivilisationskrankheiten. Weihrauchöl eignet sich sowohl bei kleineren Entzündungen wie Akne, aber auch bei sehr ernsten entzündlichen Problemen wie etwa Rheuma.

Ätherisches Weihrauchöl wird aus solchem Weihrauchharz hergestellt.

In Studien konnte man den potenziell positiven Effekt von Weihrauch gegen Depression und Angst bestätigen. So fand man, dass Incensole Acetat aus Weihrauch eine starke angstlindernde und antidepressive Wirkung zu haben scheint. [27] Eine positive Wirkung fand man außerdem bei Krebs und gegen bakterielle Infektionen. [28]

Des Weiteren wird Weihrauchöl gerne gegen Schmerzen verschiedenster Art, zur Hautpflege sowie zur Behandlung von chronisch entzündlichen Erkrankungen im Magen-Darm-Trakt angewendet.

Weihrauchöl ist einerseits bestens im Diffusor, in der Duftlampe und zum Auftragen auf die Haut geeignet, andererseits eignet es sich auch gemischt mit Olivenöl oder Honig für die orale Einnahme. Dabei sollten Sie aber immer die Qualität im Auge behalten! Klassischer Weihrauch eignet sich natürlich auch bestens zum Räuchern oder in Form einer Weihrauchcreme gegen Schmerzen.

11: Ylang Ylang Öl

Ylang Ylang Blüten zur Herstellung für ätherische Öle

Ylang Ylang ätherische Öle sind noch gar nicht lange bekannt. Erst in den letzten Jahren wurde das ätherische Öl, welches ursprünglich speziell in Phillipinien und Indonesien beheimatet ist, auch bei uns sehr beliebt. Gewonnen wird das Öl aus den sehr ungewöhnlich geförmten, großen Blüten die auf dem Ylang Ylang Baum wachsen. Bekannt ist die Pflanze aus zahlreichen Parfums, aufgrund des intensiven, angenehmen Duft.

Ätherisches Ylang Ylang Öl wird erfolgreich aufgrund seiner entspannenden und beruhigenden Wirkungen zur Linderung vno Depression und Stress im Rahmen der Aromatherapie eingesetzt. [29]

Des Weiteren liefert ätherisches Ylang Ylang Öl bioaktive Moleküle wie unter anderem Caryophyllen, welche eine antimikobielle Wirkung aufweisen. Linalool aus Ylang Ylang wirkt außerdem entzündungshemmend und könnte als ein natürliches Insekten-Abwehr-Mittel verwendet werden. [30]

Auch als potenzielle Antioxidantie und als beruhigendes und entspannendes Mittel wurde ätherisches Ylang-Ylang Öl anerkannt. [30]

Ylang Ylang hat des weiteren auch potenziell positive Wirkungen gegen einen zu hohen Blutdruck, als Antidiabetikum (gegen Diabetes) und folglich gegen zu hohen Blutzucker. [30]

12: ätherisches Majoranöl

Majoran ein natürliches Antimykotikum!

Majoran ist eines der ältesten verwendeten Kräuter überhaupt. So soll Majoran schon vor mehreren Tausend Jahren im alten Griechenland beliebt gewesen sein! Heute wird es gerne gemeinsam mit ätherische Öle wie Oregano als Antimykotikum und antibakterilles Öl geschätzt. Aber Majoran kann noch mehr!

So wird das ätherische Majoranöl auch gegen Asthma, Erkältungen, Diabetes, Leberprobleme, Kopfschmerzen bzw. Migräne, Muskelschmerzen, Rheuma und vieles mehr verwendet.

Besonders hervorzuheben ist auch die Wirkung von Majoranöl gegen Unfruchtbarkeit, welche als Folge beim polyzystischen Ovarialsyndrom entseht. So fand man in einer Studie von „The British Dietetic Association“, dass Majoran zumindest in Form von Tee, die hormonellen Gegebenheiten bei Frauen mit der Erkrankung verbessern indem die Insulinempfindlichkeit und der Gehalt an Nebennierenandrogenen reduziert wurde. [19]


Welche ätherische Öle helfen gegen…?

Hier haben wir einige wichtige Erkrankungen, Störungen oder Symptomatiken und ideale ätherische Öle, die eine potenzielle Hilfe dabei darstellen können:

  • Schlafstörungen: Lavendel, Römische Kamille, Ylang Ylang, Rose, Majoran, Bergamotte
  • depressive Stimmung: Bergamotte, Lavendel, Rose, Rosmarin, Ylang Ylang, Kamille
  • Reisekrankheit: Pfefferminze, Ingwer, Lavendel, Basilikum, Fenchel, Kamille
  • Frühjahrsmüdigkeit: Grapefruit, Pfefferminze, Orange, Rosmarin, Ingwer
  • Kopfschmerzen: Pfefferminz, Rosmarin, Eukalyptus, Majoran, Lavendel
  • Husten: Thymian, Latschenkiefer, Eukalyptus, Fichte, Salbei, Pfefferminze
  • Juckreiz: Lavendel, Kamille, Sandelholz, Vetiver, Zedernholz, Zitone

Tipps für ätherische Öle

Das wichtigste beim Kauf von ätherischen Ölen? Die Qualität! Speziell dann wenn ätherische  Öle für Haut oder sogar intern angewendet werden, ist beste Qualität erforderlich. Hier gibt’s deshalb einige Tipps zum Kauf aber auch zur Anwendung von ätherischen Ölen!

Naturreine ätherische Öle oder synthetische Öle?

Es gibt verschiedenste Bezeichnungen für ätherische Öle. So z.B.:

  • Naturreine ätherische Öle: werden direkt aus dem Pflanzenmaterial hergestellt
  • Naturidentische Öle: aus dem Labor mit natürlichen oder künstlichen Rohstoffen
  • Parfümöle: rein künstlich
  • Öle in Apothekenqualität: werden genauestens kontrolliert, Inhaltsstoffe können aber verändert werden

Aber welches ätherisches Öl ist nun das beste? Wenn Sie die Öle für die Haut oder innerlich anwenden, so sollten Sie auf Parfümöle und naturidentische Öle jeglicher Art verzichten! Auch bei anderen Ölen, sollten Sie stets darauf achten, dass die Produkte für die innere Anwendung oder für die Anwendung auf die Haut geeignet ist. Das ist in der Regel auf der Verpackung angegeben!

Qualitätskriterien

Für ätherische Öle gibt es keine genauen Qualitätskriterien, allerdings sollten sie beim Kauf ätherischer Öle immer darauf achten, dass folgende Angaben gegeben sind:

  • die lateinische und deutsche Bezeichnung der Ausgangspflanze
  • Füllmenge
  • Gewinnungsverfahren
  • 100% reines ätherisches Öl
  • Angaben über die Herkunft
  • Angaben über Anbaumethoden (biologischer Anbau, Wildsammlung, konventionell, …)
  • verwendete Pflanzenteile (Wurzel, Blätter, Blüte,..)
  • Chargennummer
  • Informationen über evtl. Zusätze, Infos für Allergiker
  • Sicherheitshinweise

Wenn diese Infos gegeben sind, sollte das Produkt von guter Qualität sein! Ansonsten können Sie auch direkt beim Produzenten nachfragen!

Kaufen Sie ätherische Öle nur bei Firmen, denen Sie vertrauen können und vermeiden Sie unrealistisch günstige Produkte z.B. mancher chinesischer Onlinehändler (ja ätherische Öle für Europa gibt’s auch direkt im chinesischen Onlinehandel)!

Lagerung ätherischer Öle

Ätherische Öle müssen immer gut verschlossen bleiben und sollten dunkel bzw. lichtgeschützt gelagert werden. Um die beste Wirkung zu erhalten und vor Oxidation zu schützen, sollten ätherische Öle im besten Fall außerdem gekühlt gelagert werden!

Anwendung & Dosierung

Ätherische Öle sind ein hochkonzentriertes Pflanzenextrakt und sind demnach sehr wirksam und intensiv. Daher reichen bereits sehr geringe Dosen für einen gesundheitsfördernden Effekt. Zu hohe Dosierungen können zu Nebenwirkungen führen.

Um Nebenwirkungen zu vermeiden, sollten Sie darauf achten ätherische Öle nicht zu lange zu verwenden, mit einer kleinen Dosierung beginnen und eventuell zuvor einen Allergietest machen. Ätherische Öle sind nicht zu unterschätzen und sollten daher unter Absprache mit einem Arzt oder Aromatherapeut angewendet werden.

Für die körperliche Anwendung werden ätherische Öle in der Regel mit einem sogenannten Trägeröl wie etwa Kokosöl, Mandelöl oder einfach Olivenöl vermengt. Für die Inhalation eignet sich ein Diffuser oder eine Duftlampe. Die Dosierung hängt von dem jeweiligen Produkt ab!


Fazit: So gut sind ätherische Öle!

Ätherische Öle können eine wunderbare natürliche Alternative gegen konventionelle Therapien darstellen! Nicht umsonst werden die wertvollen Öle bereits seit Jahrhunderten bzw. Jahrtausenden von verschiedensten Kulturen rund um den Globus als eine erfolgreiche Maßnahme zur Behandlung verschiedenster Krankheiten und gesundheitlicher Probleme gesehen und verwendet. Mittlerweile belegen bereits verschiedenste Studien die Wirkung der Öle. Während einige Eigenschaften der Öle wie etwa die antibakterielle Wirkung bei den meisten Ölen gleich ist, so unterscheiden sich die Öle in anderen Eigenschaften wie etwa die belebende bzw. beruhigende oder aktivierende Wirkung enorm!

Hinweis: Ätherische Öle sind ein Naturprodukt! Die Verwendung sollte dennoch immer mit einem qualifizierten Therapeuten wie einem Arzt oder Aromatherapeut besprochen werden. Dieser Beitrag dient als reine Informationsquelle und nicht als medizinischer Rat. Verwenden Sie innerlich immer nur naturreine ätherische Öle hoher Qualität, die laut Herstellerangaben für die innere Anwendung geeignet sind.


Referenzen:
  1. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19962101
  2. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5192342/
  3. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29955514
  4. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24384140
  5. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3854496/
  6. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5028442/
  7. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12690999
  8. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/m/pubmed/19410566/
  9. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27571876
  10. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25272759
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  12. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17314442
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  14. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10815019
  15. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27568869
  16. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0944711309003389
  17. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16767798
  18. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17420159
  19. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25662759
  20. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16648093
  21. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16783696
  22. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1744388105001246
  23. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19831048
  24. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20184043 
  25. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15976995
  26. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16162642
  27. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2493463/
  28. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3309643/ 
  29. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16807875
  30. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4534619/

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