Depression durch Vitamin D Mangel-Sonnenlicht gegen Winterdepression!

Depression frau

Wir wissen alle: Vitamine sind für unseren Körper wichtig. Speziell Vitamin D gelang in den letzten Jahrzehnten immer mehr in die Felder moderner Wissenschaft und damit der Depression-Forschung. In zahlreichen Studien fand man, dass Depression durch Vitamin D-Mangel begünstigt wird. In weiteren Studien konnten durch eine Vitamin D-Nahrungsergänzung die Symptome der Depression verbessert werden.

Was bedeutet Depression?

Die Depression ist eine sehr ernste Erkrankung, die das Leben eines Betroffenen extrem einschränken kann. Charakteristisch für eine Depression sind Symptome wie Traurigkeit, gedrückte Stimmung, mangelndes Interesse und Motivation, Ängste, Konzentrationsprobleme, Schlafstörungen und schwaches Selbstvertrauen.

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Depression durch Vitamin D Mangel-häufig aber unterschätzt

Mit einer Anzahl Betroffener von etwa 300 Millionen Menschen ist die Depression weltweit eines der häufigsten psychischen Störungen. In Deutschland liegt der Anteil der Bevölkerung, die gerade unter depressiven Symptomen leiden bei etwa 8% der Gesamtbevölkerung.  Besonders Frauen mittleren Alters leiden häufig unter einer Depression.

Behandelt wird die Depression für gewöhnlich mit Antidepressiva. Diese sind bei 60-80% der Patienten erfolgreich. Allerdings werden nur weniger als 25% der Menschen mit Depression überhaupt behandelt. Viele Patienten haben zudem auch Angst vor den Nebenwirkungen bei der Einnahme von Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer und ähnlichen Antidepressiva. [2]

Das zwingt Wissenschaftler immer mehr dazu sich mit den eigentlichen Ursachen einer Depression genauer zu beschäftigen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Störung oft auch körperliche Ursachen hat.

Was ist Vitamin D?

Bevor wir darauf eingehen, wie Depression durch Vitamin D Mangel entstehen kann, ist es erstmal sinnvoll, zu wissen was Vitamin D überhaupt ist.

Der Name Vitamin D (auch Sonnenvitamin) ist eigentlich irreführend. Das „Vitamin“ ist nämlich eigentlich ein Hormon und kein Vitamin im eigentlichen Sinne. Daher müsste man es eigentlich Hormon D nennen.

In den USA wird der Milch Vitamin D hinzugefügt-so kann ein Mangel vermieden werden

Wir können Vitamin D über manche Lebensmittel gut zuführen. Der größte Teil des täglichen Bedarfs wird allerdings von unserem Körper selber produziert. Dazu dient die Sonnenstrahlung, welche unsere Haut dazu bringt das Sonnenvitamin mithilfe von Cholesterin zu synthetisieren.

Wichtig ist das Vitamin für zahlreiche Prozesse in unserem Körper, so etwa für:

  • Wachstum
  • gesunde Knochen, Zähne
  • Immunsystem
  • gesundes Gehirn, Nerven

Daher Vitamin D fettlöslich ist kann es lange gespeichert werden. Sind wir im Sommer ausreichend in der Sonne, kann sich der Körper also auch im Winter mit den Vorräten versorgen.

Eine gute Versorgung mit Vitamin D wird einerseits mit einer besseren Körperfunktionen in verschiedensten Bereichen, andererseits aber auch mit einem allgemein geringeren Sterberisiko assoziiert. [7]

Depression durch Vitamin D-Mangel

Wie bereits im Beitrag zu „Darmprobleme und Entzündungen bei Depression“ beschrieben, liegt eine Depression nicht zwingend an psychischen Ursachen. Zahlreiche körperliche Ursachen können das Risiko für Depression ebenfalls erhöhen oder sogar Depression verursachen. Als  organische Ursachen kommt beispielsweise:

  • ein Ungleichgewicht der Botenstoffe (Serotonin, Dopamin, Noradrenalin, Gaba)
  • Darmprobleme und darausfolgende Entzündungen
  • Unterfunktion der Schilddrüse

in Frage.

Auch ein Vitaminmangel bei Depression gelangt immer mehr ins Interessenfeld der Wissenschaft. In Studien fand man eine Verbindung zwischen Depression und einer unzureichenden Zufuhr an Folsäure, Vitamin B12, Selen, Eisen, Zink, gesunde Fettsäuren sowie schließlich auch Vitamin D. [2]

Fakt am Rande: Eine Verbindung von Vitamin D wurde bei zahlreichen verschiedenen Störungen und Krankheiten erkannt. So etwa zum Beispiel bei Multipler Sklerose [3] Schizophrenie [4], tödliche Krebserkrankungen, rheumatoide Arthritis sowie Typ 2 Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. [8]

Studien: Depression durch Vitamin D Mangel

Nun haben Sie bereits einige Informationen erfahren, allerdings noch nicht wie Depression durch Vitamin D Mangel begünstigt wird. Darüber soll’s jetzt handeln!

Zum Thema Depression durch Vitamin D Mangel gibt es mittlerweile schon einige Studien. In einer Studie an 441 (übergewichtigen) Menschen fand man zum Beispiel, dass Menschen, die einen Vitamin D-Wert im Blut von unter 40 nmol hatten, ein höheres Risiko dafür haben, depressiv zu sein. [5]

depression durch Vitamin d Mangel

Depression wird häufig mit Vitamin D-Mangel assoziiert

In der selben Studie bekamen die Teilnehmer außerdem ein Placebo oder 20.000 oder 40.000 IE an Vitamin D / Woche zugeführt. Was dann passiert ist? Als die Patienten nach einem Jahr nochmals kontrolliert wurden gab es eine deutliche Verbesserung der Depression in den Vitamin D Gruppen, nicht aber in der Placebo-Gruppe. [5]

In einer anderen Studie bekamen depressive Menschen mit Multipler Sklerose 12 Monate lang 10000 IE Vitamin D. Schon lange hatte man vermutet, dass Vitamin D mit Multipler Sklerose zusammenhängen kann. Gleichzeitig weiß man auch, dass MS-Patienten überdurchschnittlich häufig an Depression leiden. Als in der Studie die MS-Patienten Vitamin D-Nahrungsergänzungsmittel mit 10000 IE pro Tag für 12 Monate einnahmen, verbesserten sich zwar leider nicht die MS-Symptome, dafür aber die depressiven Symptome deutlich. [9]

In einer weiteren erwähnenswerten Studie wurde Frauen wöchentlich eine sehr Hohe Vitamin D-Dosis von 50 000 IE Einheiten pro Woche verabreicht. Die Damen hatten nach der Nahrungsergänzung eine signifikante Verbesserung von Depression, Angstzuständen und der allgemeinen psychischen Gesundheit. [10]

Winterdepression durch Vitamin D-Mangel

Was auffällig bei der Depression ist? Häufig tritt Sie speziell in den kalten Winter- oder auch Herbstmonaten auf. Deshalb redet man ja auch häufig von der sogenannten Winterdepression. Diese wiederum gehört zur Gruppe der saisonal-affektiven Störungen .

In einer Studie wurde die Auswirkung einer Vitamin D-Nahrungsergänzung von unglaublichen 100 000 IE auf die saisonal-affektive-Störung untersucht. Das Ergebnis? Nach einem Monat verbesserten sich die depressiven Symptome um ganze 74%. [11]

Mechanismen

Auch wenn die Mechanismen, die Depression durch Vitamin D Mangel verursachen noch nicht vollständig geklärt sind-ein paar mögliche wissenschaftliche Erkenntnisse gibt es doch.

So weiß man, dass Vitamin D eine wichtige Rolle in der Regulation von verschiedensten Neurotransmitter (Botenstoffe) wie Dopamin, Noradrenalin und Acethylcholin im Gehirn spielt. Außerdem enthalten verschiedenste Bereiche unseres Gehirns Vitamin D-Rezeptoren (präfrontaler Vortex, linkisches System). [9]

Der Vitamin D Spiegel im Blut hat außerdem eine Auswirkung auf Entzündungsmarker. [9] Wie wir bereits im letzten Beitrag zur Depression beschrieben haben sind Entzündungen eine mögliche Ursache für Depression.

Vitamin D-Das müssen Sie über das Vitamin wissen!

Es gibt mittlerweile einige Hinweise darauf, dass Depression durch Vitamin D Mangel entstehen kann. Wie kann sich aber ein Vitamin D Mangel noch auswirken? Und was sind die Symptome bei einer Überdosierung? Wo findet man eigentlich Vitamin D? Hier finden Sie noch ein paar allgemeine Infos!

So viel Vitamin D brauchen wir

Während verschiedenste Wissenschaftler andere tägliche Zufuhrwerte empfehlen, so wäre laut der DGE ein Tagesbedarf an Vitamin D bei:

  • Säuglinge: 20 μg (400 IE)
  • andere Altersklassen: 40 μg (800 IE)

Verschiedenste Studien deuten allerdings darauf hin, dass diese Menge nicht ausreicht um vor Krankheiten, die mit Vitamin D-Mangel assoziiert werden zu schützen. Stattdessen empfehlen Wissenschaftler der Creighton University eine täglich Zufuhr von 7000 IE bzw. 175 IE Einheiten als angemessen. [14]

Vitamin D: Sonne, Lebensmittel oder Nahrungsergänzung?

Der Körper hat drei Möglichkeiten um Vitamin D aufzunehmen:

  • über Lebensmittel
  • Nahrunsergänzung
  • durch Produktion des Hormons mithilfe des Sonnenlichts

Vitamin D-Mangel ist übrigens bei Menschen mit einer dunkleren Hautfarbe deutlich häufiger als bei weißen Menschen. Bei Ihnen ist die Vitamin-D-Synthese verglichen mit weißen Menschen aufgrund von höheren Melaninwerten leider vermindert.

Lebensmittel mit viel Vitamin D

Auch wenn der Großteil des täglichen Bedarf an Vitamin D durch die Sonnenstrahlung gedeckt wird, können wir auch über die Ernährung zu einem verbesserten Vitamin D-Spiegel beitragen. Schließlich ist nicht nur Depression durch Vitamin D Mangel ein wichtiges Thema, auch zahlreiche andere Symptomatiken werden mit einem niedrigen Spiegel des Vitamins assoziiert.

Vitamin D in LebensmittelMikrogramm / 100 g

(1 μg entspricht 40 IE / IU)

Lebertran300 μg
Eier2 μg
Butter1 μg
Rinderleber2 μg
Lachs22 μg
Forelle7 μg
Hering27 μg
Avocado5 μg
Champignons2 μg

(vgl. Vitamine und Mineralstoffe, Renate Marschall, Gondrom Verlag, 2006, S.29)

Vitamin D gehört zu den sogenannten fettlöslichen Vitaminen. Wie der Name bereits verdeutlicht, diese Art von Nährstoffen löst sich in Fett. Der Körper braucht also eine gewisse Menge an Fett um Vitamin D am effektivsten aus Lebensmittel aufnehmen zu können.

Jeder hat schon mal von den Inuits gehört. Aber haben Sie sich schon mal gefragt wie Inuits ihren Vitamin D-Tagesbedarf decken können, wenn sich doch ständig frostigen Winter haben? Die Lösung liegt im Fisch, den die Inuits sogar gerne auch roh essen. Genauer gesagt: Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Inuits dank ihrer fischreichen Ernährung sogar durchschnittlich höhere Vitamin D-Spiegel haben als Mitteleuropäer.

Wie zeigt sich ein Vitamin D-Mangel noch?

Es gibt zahlreiche Hinweise darauf, dass Depression durch Vitamin D Mangel entstehen könnte. Bei einem starken Mangel kann es aber auch zu Rachitis, Knochenerweichung, Osteoporose und möglicherweise sogar zu Bluthochdruck kommen.

Wissenschaftler vermuten außerdem, dass ein Vitamin D-Mangel bei Erkrankungen wie [13]:

  • Herz-Kreislauf Erkrankungen
  • Krebs
  • Insulinresistenz
  • Type-2-Diabetes
  • Krebs
  • Schlaflosigkeit
  • Autoimmunerkrankungen
  • Arthritis
  • Multiple Sklerose
  • Rheumatoider Athritis

eine Rolle spielen könnte. Auch bei folgenden Symptomen empfehlen Experten auf einen Vitamin D-Mangel zu überprüfen

  • chronische Müdigkeit
  • Schwäche
  • Angst
  • schwaches Immunsystem
  • Entzündungen
  • Nervosität

Neben dem spielt Vitamin D eine wichtige Rolle bei Entzündungen, Autoimmunerkrankungen, Infektionen und gesunde Knochen.

Risikogruppen für einen Vitamin D-Mangel sind vor allem ältere Menschen, Frauen ab der Menopause und Menschen mit dunklerer Hautfarbe.

Wir wissen nun, dass zahlreiche Symptome und Erkrankungen wie Depression durch Vitamin D-Mangel begünstigt werden können. Dennoch sollten Sie vor der Einnahme von Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt fragen. Bei einer zu hohen Einnahme an Vitamin D kann es zu Symptomen wie Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit bis hin zu Knochenentkalkung und Nierensteinen kommen. Daher sollten Nahrungsergänzungsmittel unter Absprache mit einem Arzt eingenommen werden.

Tipps: So bekommen Sie mehr Vitamin D gegen Depression

Mit folgenden Tipps können Sie womöglich eine Depression durch Vitamin D-Mangel verbessern.

Depression durch Vitamin D Mangel

Depression und Vitamin D Mangel-Top Tipps

Fazit: Depression durch Vitamin D-Mangel

Es gibt zahlreiche Hinweise dafür, dass Depression durch Vitamin D-Mangel begünstigt wird. Aber auch weitere Nährstoffe wie die Folsäure [15], andere B-Vitamine, Eisen [16], Selen, Magnesium, Zink, gesunde Fette und zahlreiche weitere Nährstoffe werden mit einem geringeren Depressionsrisiko assoziiert. Wenn Sie bei sich einen Mangel an Vitaminen vermuten, so können Sie Ihren Arzt zu einer Blutuntersuchung befragen.

Haben Sie Anregungen, Fragen oder Tipps an Betroffene? Gerne können Sie auch ein Kommentar zum Thema Depression durch Vitamin D Mangel hinterlassen!


Referenzen:

  1. vgl. Vitamine und Mineralstoffe, Renate Marschall, Gondrom Verlag, 2006, Seite: 29, 30, 31
  2. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2908269/
  3. https://www.researchgate.net/publication/6621692_Serum_25-Hydroxyvitamin_D_Levels_and_Risk_of_Multiple_Sclerosis
  4. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14984883/
  5. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18793245/
  6. Jorde, R. , Sneve, M. , Figenschau, Y. , Svartberg, J. and Waterloo, K. (2008), Effects of vitamin D supplementation on symptoms of depression in overweight and obese subjects: randomized double blind trial. Journal of Internal Medicine, 264: 599-609. doi:10.1111/j.1365-2796.2008.02008.x
  7. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17846391/
  8. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15585788/
  9. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2211034819300343
  10. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5610883/
  11. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23377209
  12. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10888476
  13. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4498026/
  14. https://www.sciencedaily.com/releases/2015/03/150317122458.htm
  15. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18061404/
  16. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29603506
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