Olivenöl für das Gehirn

olivenöl

Oliven und Olivenöl für ein starkes Gehirn

Die Olive ist ein Lebensmittel mit Tradition. Funde zeigen eine Verwendung der Frucht bereits vor mehr als 10.000 Jahren in Israel. Später sind Oliven auch im Mittelmeerraum sehr beliebt geworden und schließlich auch nach Mitteleuropa gelangt. Heute ist Olivenöl aufgrund seines aromatischen Geschmacks und seiner gesundheitlichen Vorteile weltweit sehr beliebt. Aber Olivenöl ist nicht nur für seine potenzielle positive Wirkung auf Type-2 Diabetes, Schlaganfall und das Herz bekannt, auch für das Gehirn scheint Olivenöl als Brainfood zahlreiche Vorteile zu bringen.

Hier kommen Sie direkt zum Abschnitt: Olivenöl für das Gehirn!

Allgemeines zum Olivenöl

Man unterscheidet deutlich mehr als 100 verschiedene Olivensorten, die für die Ölproduktion verwendet werden, jedes mit seinem eigenen Geschmack. Umso reifer die Oliven sind, desto süßer schmeckt das Olivenöl, während das Öl unreifer Oliven bitter schmeckt. Der Geschmack hängt außerdem auch vom Anbaugebiet ab.

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Olivenöl für Gehirn und Körper

Olivenöl ist in verschiedenste Qualitätskategorien gegliedert, wobei Natives Olivenöl Extra und natives Olivenöl ganz besonders hochwertig ist.

Verwendet wird das Öl nicht nur als Speiseöl, sondern auch für Massagen, zur Hautpflege und als Grundlage für Salben. In der Küche wird es besonders gerne für Salate, zum Kochen von Nudeln, zum Dünsten von Gemüse oder auch zum Marinieren bzw. Braten von Fleisch, Fisch und Gemüse verwendet.

Beim Braten darf normales Olivenöl allerdings maximal bis 180 Grad erhitzt werden, während raffiniertes Olivenöl auch Temperaturen bis zu 220 Grad problemlos aushält!

Wirkung von Olivenöl

Olivenöl hat sich als erfolgreiche Behandlungsmaßnahme oder Begleitmaßnahme bei einer Summe von Symptomatiken und Erkrankungen erwiesen.

So wird der Konsum, von nativem Olivenöl extra im Rahmen einer mediterranen Ernährung mit einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und allgemeiner Mortalität (Sterblichkeit) assoziiert. In einer Studie der Harvard University fand man, dass ein Anstieg des Olivenöl-Konsums von lediglich 10 Gramm am Tag das Risiko für Herz Kreislauf Erkrankungen um 10% und die Mortalität um 7% sank.

Olivenöl wirkt gegen zahlreiche Erkrankungen

Die Studienteilnehmer die am meisten Olivenöl konsumierten hatten insgesamt ein 35% niedrigeres Risiko für Herz-Kreislauf Erkrankungen. [2] Das könnte mit der cholesterinsenkenden und entzündungshemmenden Wirkung des Olivenöls zusammenhängen.

Weitere positive Effekte fand man bei der Präventation von Diabetes Typ-2 [3], bei Rheuma [6] und bei der Gewichtsreduktion [4]. Des Weiteren wird der Konsum von Olivenöl mit einer geringeren Krebsrate, speziell Brustkrebs und Krebs im Verdauungstrakt assoziiert. [5] Olivenöl besitzt außerdem antimikrobielle Eigenschaften. Daher ist das Öl ideal um das Wachstum pathogener Bakterien zu hemmen. Aber was kann Olivenöl als Brainfood?

Das kann Olivenöl für das Gehirn

Nun aber zum Zusammenhang von Olivenöl und dem Gehirn? Ist Olivenöl gut für das Gehirn? Bei welchen Erkrankungen könnte Olivenöl als Brainfood hilfreich sein?

Olivenöl gegen Depression

Gesunde Fettsäuren wie unter anderem Olivenöl können eine wichtige Rolle für einen gesunden Hormonhaushalt und folglich ein gesundes Gehirn haben. Fettarme Diäten können genauso wie fettreiche Ernährungsweisen Depression fördern.

olivenbaum

Olivenbäume können rießig werden

In einer Studie aus Spanien fand man, dass die Aufnahme von einfach ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie Sie in Olivenöl zu reich vorkommen, eine positive Wirkung auf Depression haben kann, während der Konsum von Transfette Depression fördert. [7]

In weiteren Studien fand man, dass eine mediterrane Ernährung mit einem hohen Gehalt an Olivenöl ebenfalls vor Depression schützen kann. (näheres siehe unten)

Olivenöl gegen Alzheimer

Olivenöl kann zahlreiche positive Effekte auf unser Gehirn haben. Auch bei der Präventation von Alzheimer könnte Olivenöl hilfreich sein.

Studien zum Zusammenhang zwischen Alzheimer und Olivenöl deuten darauf hin, dass der langfristige Konsum von „nativem Olivenöl extra“ eine schützende oder verlangsamende Wirkung auf Alzheimer haben kann. So könnte der Konsum dieser Art von Olivenöl vor Alzheimer schützend wirken, indem es die Produktion von Amyloid-Plaques reduziert, welche wiederum eines der Hauptursachen der Erkrankung darstellt.

In weiteren Studien sah man außerdem, dass der Konsum von mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie sie in Olivenöl vorkommen mit einem verbesserten verbalen Gedächtnis und kognitiven Funktionen assoziiert wird. [8]

Des Weiteren ist Vitamin E, welches in Olivenöl zu reich zu finden ist von zentraler Rolle für ein gesundes Gehirn. So vermutet man, dass Vitamin E positiv auf die Vorbeugung von Alzheimer wirken kann. [11] Auch bei bereits vorhandenem Alzheimer kann eine Vitamin E Nahrungsergänzung in hohe Dosen positive Effekte haben. [10]

siehe auch Beitrag: Kurkuma für das Gehirn

Olivenöl gegen altersbedingte Gedächtnisprobleme

Noch gibt es nicht allzu viele Studien zum Zusammenhang zwischen Olivenöl und dem Gehirn! In einer Studie an Mäusen fand man aber, dass die Antioxidantien in Olivenöl (Polyphenole) das Lernen und Gedächtnis verbessern und altersbedingte Veränderungen im Gehirn umkehren können.

In der Studie sah man, dass Mäuse die natives Olivenöl extra erhielten, im Vergleich zu Mäusen die Butter erhielten, einen höheren Glutathionspiegel hatten.  Das deutet auf reduzierten oxidativen Stress hin, weshalb die Wissenschaflter schlussfolgerten, dass der Konsum von nativem Olivenöl extra positive Auswirkungen auf altersbedingte Lern- und Gedächtnisdefizite haben kann. [13]

Olivenöl und Vitamin E für das Gehirn

100g Olivenöl enthält rund 12 mg der Antixodantie Vitamin E. Der Tagesbedarf von Vitamin E wiederum liegt bei rund 11-17 mg, weshalb Olivenöl neben Nüsse und Sonnenblumenöl eines der Vitamin E-reichsten Lebensmittel im Pflanzenreich ist.

Vitamin E wirkt aber nicht nur entzündungshemmend, krebsschützend und gut für das Immunsystem sowie hilfreich beim Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen – sondern wirkt auch neuroprotektiv und könnte dementsprechend bis zu einem gewissen Grad vor neurodegernerativen Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson schützen.

Olivenöl wirkt wie Ibuprofen

Laut einer Studie, welche im Fachmagazin „Nature“ veröffentlicht wurde hat frisch gepresstes Olivenöl und der darin enthaltene Stoff Oleocanthal eine entzündungshemmende  Wirkung. Interessanterweise scheint die pharmakologsiche Aktivität von Oleocanthal sehr ähnlich mit der Wirkung von Ibuprofen zu sein. Sowohl Oleocanthal als auch Ibuprofen hemmen die selben Enzyme, weshalb frisch gepresstes Olivenöl eine ähnliche Wirkung wie Ibuprofen zu haben scheint. [14]

Weiteres zum Olivenöl

Olivenöl ist reich an Polyphenole, welche zu den stärksten Antioxidantien gehören. Antioxidantien sind Stoffe, die freie Radikale neutralisieren und daher Körperzellen wie unter anderem die Gehirnzellen schützen können. Des Weiteren wirken Polyphenole entzündungshemmend. Wie wir aber bereits wissen können Entzündungen eines der Hauptursachen für Depression sein.

Olivenöl soll außerdem unsere Durchblutung steigern können, was natürlich ebenfalls dem Gehirn zugute kommen kann.

Mediterrane Ernährung + Olivenöl für’s Gehirn

Eine gesunde Ernährung wie z.B. mediterrane Ernährung mit Olivenöl stärkt das Gehirn.

Olivenöl kann gut fürs Gehirn sein-speziell gemeinsam mit einer mediterranen Ernährung.

So fand man in Studien, dass eine mediterrane Ernährung mit Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Getreide, Fisch und natürlich Olivenöl das Risiko für depressive Symptome reduzieren kann. Hier könnte speziell das Vermeiden von entzündungsfördernden Lebensmittel wie Zucker und Weißmehl und der Konsum entzündungshemmender Lebensmittel wie Olivenöl eine entscheidende Rolle spielen. [15]

In weiteren Studien sah man, dass eine mediterrane Ernährungsweise den kognitiven Abbau reduziert und mit einem geringeren Risiko für die Entwicklung einer kognitiven Beeinträchtigung sowie Alzheimer-Erkrankung verbunden ist. [16, 17]

Fazit: Ist Olivenöl nun gut für das Gehirn?

Olivenöl hat verschiedenste positive Wirkungen auf das Gehirn. Gemeinsam mit anderen Brainfoods wie Lachs, Eier oder Rosmarin kann es zahlreiche Vorteile für einen gesundes Gehirn bringen.

Für ein starkes Gehirn sollten Sie aber ganz allgemein eine gesunde ausgewogenen Ernährung mit ausreichend Omega 3 , B-Vitamine, Vitamin D wie auch Vitamin A und eventuell Cholin folgen. Genauso sollten Sie alle Fertignahrungsmittel und Zucker so gut es geht von Ihrem Ernährungsplan streichen und durch Gemüse, Fisch, Milchprodukte, Vollkornprodukte, moderate Mengen Obst sowie natürlich Olivenöl ersetzen.

Referenzen:

 

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Ein Kommentar

  • Interessant, dass mediterrane Küche mit einer niedrigeren Rate von Herz-Kreislauf-Erkrankungen assoziiert ist. Ich denke ich würde auch gerne gesünder essen. Vielleicht fange ich damit an mein Speiseöl mit Olivenöl zu ersetzen.

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