Konzentration steigern mit Nüsse! Funktioniert das?

Nüsse

Nüsse sind bekannt als Nervennahrung. Auch der Name Studentenfutter sagt einiges über die Wirkung von Nüsse aus. Aber ist das wirklich richtig? Kann man die Konzentration steigern mit Nüsse? Und wieso sind Nüsse gut für die Konzentration?

Konzentration steigern mit Nüsse! Ist das wirklich möglich?

Nüsse sind beliebt bei Menschen, die sich den ganzen Tag lang konzentrieren müssen und das mit gutem Grund. Nüsse enthalten hohe Mengen B-Vitamine, Vitamin E, Spurenelemente, Mineralstoffe, Ballaststoffe sowie zahlreiche gesunde Fette und Eiweiß. Diese Nährstoffe sind für unseren Körper, allen voran unser Gehirn, von großer Bedeutung.

Des Weiteren sind Nüsse auch leckere gesunde Snacks für zwischendurch, die bei guter Lagerung ewig haltbar sind und gut sättigen. Vorsichtig müssen einige Menschen allerdings aufgrund des hohen Allergiepotenzials sein.

Konzentration steigern mit Nüsse und ihren Nährstoffen

Na gut. Nüsse sind also gut für die Konzentration. Aber aufgrund von welchen Nährstoffen kann man die Konzentration steigern mit Nüsse und welche Nüsse enthalten diese Nährstoffe am meisten?

Gesunde Fette

Nüsse sind reich an den Omega Fettsäuren. Omega 3 ist ihnen wahrscheinlich schon bekannt! Nüsse enthalten aber zudem auch nennenswerte Mengen Omega 6 und Omega 9. Die Kokosnuss (falls man sie zu den Nüssen zählt) enthält außerdem viele mittelkettige Fettsäuren, die laut neueren Studien sehr positive Wirkungen auf unser Gehirn hat.

Nüsse

Probieren Sie es aus: Konzentration steigern mit Nüsse dank gesunder Fette, Mineralstoffe und Lecithin

In zahlreichen Studien konnte festgestellt werden, dass Nüsse oder andere Lebensmittel mit Omega-3 Fettsäuren wie fetter Fisch nicht nur gut gegen ADHS oder Depression wirken können, sondern auch die Gehirnleistung bzw. Konzentration im Allgemeinen verbessern. Eine große Rolle spielt dabei auch das Omega 3 zu Omega 6 Verhältnis, welches in unserer westlichen Gesellschaft leider zugunsten der Omega 6 Fette ausfällt. Zu viel Omega 6 und gleichzeitig zu wenig Omega 3 können allerdings im Ernstfall zu Entzündungen führen, die auch unser Gehirn negativ beeinflussen könnten.    Am meisten Omega 3 unter den Nüssen enthalten Walnüsse, welche zudem ideal sind um das Verhältnis der 2 Fette ein wenig auszugleichen.

Auch mittelkettige Fettsäuren wie sie in der Kokosnuss vorkommen sind vorteilhaft für unser Gehirn. Zum einen stellt die Kokosnuss eine alternative Energiequelle für unser Gehirn dar. Statt Glucose kann unser Körper aus mittelkettigen Fettsäuren  Ketonkörper produzieren, welche der Körper als Alternative zu Glucose als Energiequelle nutzt. Zum anderen half laut einer spanischen Studie, Kokosöl dabei die kognitiven Fähigkeiten von Alzheimer Patienten zu verbessern. Fette aus der Kokosnuss haben zudem die Eigenschaft antibakteriell, antiviral und antifungal zu wirken.

Zink-unerlässlich für Konzentration

Zink ist nicht nur wichtig für unser Immunsystem sowie für die Enzymbildung. Eine zentrale Rolle spielt Zink auch für unsere kognitive Gesundheit. So soll ein Zinkmangel unter anderem zu Konzentrationsschwäche, Müdigkeit und schließlich Lernproblemen führen können. Der unerlässliche Mineralstoff wird am besten aus tierischen Lebensmitteln aufgenommen, aber auch pflanzliche Lebensmittel wie Nüsse können bei der Deckung des Zinkbedarfs hilfreich sein. Besonders reich an Zink sind Pekannüsse, Paranüsse und Walnüsse.

Eisen-gegen Müdigkeit

Auch der Gegenspieler von Zink: Eisen ist von zentraler Bedeutung für unsere psychische Gesundheit. Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Vergesslichkeit und Depression können mit einem Eisenmangel zusammenhängen. Eisen wird  so wie auch Zink im Allgemeinen besser aus tierischen Quellen aufgenommen, dennoch können auch pflanzliche Produkte wie Nüsse gut für die Konzentration dank des hohen Eisengehalts sein. Mandeln, Haselnüsse und Paranüsse liefern besonders viel des Mineralstoffs.

Cholin und Lecithin für ein gesundes Gehirn

Schon einmal etwas von Cholin gehört? Der Stoff ist bei uns momentan noch relativ unbekannt, allerdings umso wichtiger. Cholin ist ein Mikronährstoff, der bedeutende Rollen für beispielsweise unser Gedächtnis  und eine ordnungsgemäße Funktion von Nerven übernimmt. Des Weiteren kann er hilfreich zum Entgiften und für eine gesunde Leber sein.

Laut einer Studie kann ein Mangel dieser vitaminähnlichen Substanz bei einer Mäuse-Mutter langfristige Auswirkungen auf spezielle Gehirnregionen des Kindes haben. Als betroffen scheinen speziell Regionen im Gehirn, die mit Lern- und Gedächtnisprozessen des Kindes zu tun haben. Die Aufnahme von Cholin ist für den Menschen zwar nicht essentiell, Studien deuten aber darauf hin, dass höhere Cholin-Einnahme über die Ernährung geistige Leistungen erhöht. Cholinreiche Nüsse sind beispielsweise Mandel, Haselnuss, Walnuss sowie Paranusskerne.

Wie oftmals in Werbungen angepriesen wird, soll auch Lecithin gut für die Konzentration sein. Die Wirksamkeit ist allerdings sehr umstritten. Was wir allerdings sicher sagen können ist das Lecithin ein wichtiger Bestandteil von unserem Gehirn ist und daher in ausreichenden Mengen im Körper verfügbar sein sollte. Nüsse enthalten von den bekanntesten Lebensmittel vermutlich am meisten Lecithin. Speziell Haselnüsse gelten dank des hohen Lecithingehalts regelrecht als Nervennahrung.

Mit Nüsse Konzentration steigern-Das ist möglich!

Sie dachten das wären alle Nährstoffe, die Nüsse gut für die Konzentration wirken lassen? Grundsätzlich ist jedes Lebensmittel eine Kombination aus hunderten verschiedenen Stoffen und jeder Stoff hat seine eigene Wirkung. Weitere wichtige in Nährstoffe in Nüsse könnten beispielsweise unterschiedlichste Antioxidantien, Aminosäuren oder B-Vitamine sein.

Viele Menschen scheinen mit den Konsum von Nüssen ihre Konzentration verbessern zu können und ich rate es jeden, der Nüsse gut verträgt, auszuprobieren,  ob er / sie mit Nüssen die Konzentration steigern kann.

Konzentration steigern-Probieren Sie die Walnuss!

Haben Sie schon einmal genau eine Walnuss beobachtet? Wenn Sie sich einmal genau eine Walnuss anschauen, so könnte Ihnen womöglich die Ähnlichkeit auffallen: mit einem Gehirn. Es gibt Theorien darüber, dass Lebensmittel, die wie ein bestimmtes Organ aussehen, gut für das Organ sein sollen. So sollen Bohnen, welche eine deutliche Ähnlichkeit mit der Niere aufweisen, gut für die Niere sein. Im Falle des Gehirns scheint diese Theorie definitiv zu stimmen.

Walnüsse sind nicht umsonst reich an Omega 3 Fettsäuren und vielen weiteren Nährstoffen, welche bewiesenermaßen wichtig für ein gesundes Gehirn sind.

Antinährstoffe in der Nervennahrung Nüsse-Ein Problem?

Dennoch das meiste was gut ist, hat auch negative Wirkungen. So enthalten Nüsse nicht nur zahlreiche Nährstoffe, sondern auch zahlreiche Antinährstoffe wie Phytinsäure. Diese könnten die Aufnahme gewisser Mineralstoffe senken. Die Bioverfügbarkeit einzelner Nährstoffe ist daher beispielsweise niedriger als bei tierischen Produkten. Das bedeutet zum Beispiel: Enthält eine Haselnuss 2 mg Zink (pro 100g) so bindet sich ein Teil dieses Zinks an die Phytinsäure. Es werden nicht direkt 2mg aufgenommen werden können, sondern stattdessen geht ein Teil verloren. Allerdings ist diese Sichtweise zu einseitig. Es gibt auch Hinweise darauf, dass Phytinsäure als Antioxidantie wirken kann sowie bei der Blutzuckerregulierung unterstützen kann. In einer vollwertigen Ernährung, die nicht nur aus phytinsäurehaltigen Samen besteht, sollte die Menge Phytinsäure keine Probleme verursachen.

Auch vor Antinährstoffen wie Lektine oder Oxalsäure in Nüssen (bei Lektine aus Getreide wäre das was anders) sollte man aus meiner Sicht keine allzu großen Sorgen haben. Nüsse sind schließlich kein Grundnahrungsmittel. Eine Handvoll Nüsse ab und zu wirkt sich positiv auf unsere kognitive Fähigkeiten aus. Nüsse sollten idealerweise auf keinen Speiseplan fehlen.

Quellen (Studien):

 

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