Ist Lachs gut für das Gehirn oder giftig?

Lachs
Lachs

Gekocht, gebacken, frittiert-Lachs ist gut für Gehirn und Körper!

Egal ob gekocht, gebacken, geräuchert, gebraten oder als Sushi! Lachs ist vielseitig verwendbar. Auch wenn er früher noch als eine Luxusspeise angeboten wurde, so ist Lachs heute überall zu erschwinglichen Preisen erhältlich. Und das ist gut so. Denn es ist bekannt, dass Lachst gut für das Gehirn ist – zumindest, wenn die Qualität passt.

Vorteile von Lachs-das macht Lachs gut für das Gehirn!

Wilder Lachs ist ein sehr wertvolles Lebensmittel, welches von Menschen schon seit geraumer Zeit genossen wird. So haben bereits Indianer sowie Kelten regelmäßig Lachs verzehrt.

Lachs kann unglaublich gesund sein und unseren ganzen Körper stärken. Hier erfahren Sie wieso!

1-Lachs für ein starkes Gehirn

Lachs

Ist Lachs gut für das Gehirn?

Wilder Lachs enthält neben einer hohen Anzahl verschiedenster B-Vitamine, Vitamin D, Vitamin E, Kalium, Magnesium , Eisen, Zink, Selen und Jod geraume Mengen Omega 3 Fettsäuren wie EPA und DHA. Lachs ist mit über 1,5 Gramm Omega 3 pro 100 Gramm eines der Omega-3 reichsten Lebensmittel überhaupt.

Omega-3 ist eines der wichtigsten Bestandteile von Hirn und Nerven ist. Das bedeutet omega-3-reicher Lachs ermöglicht unser Gehirn überhaupt funktionieren zu können und kann Konzentrationsproblemen, ADHS, Schlafstörungen, Autismus sowie Entzündungen vorbeugen. Auch allgemeiner kognitiver Verfall findet mit höheren Omega-3-Level langsamer statt [1].

Studien haben außerdem gezeigt, dass Omega 3 mit einer verbesserten Darmfunktion zusammenhängt. Durch die Zufuhr von Omega-3 werden schlechte Bakterien reduziert und gute Bakterien gefördert. Dadurch steigt unter anderem die Produktion von antientzündlichen Stoffen. [2] Die Wahrscheinlichkeit für zahlreiche Probleme wie beispielsweise Depression und Brain Fog wird damit gesenkt.

2-Lachs für einen besseren IQ

Das Lachs gut für das Gehirn sein kann, das dürfte nun bereits geklärt sein. Kann Fisch aber sogar unseren IQ steigern?

In einer Studie mit 9-11 Jährigen Teilnehmern kam man zumindest zu einem solchen Ergebnis. So hatten Kinder, die jede Woche Fisch aßen einen 4,8 Punkte höheren IQ und Kinder, die 2-3 Mal monatlich Fisch aßen einen um 3,3 Punkte höheren IQ als die Teilnehmer, die sehr selten Fisch aßen. Gleichzeitig hatten die Viel-Fisch-Esser auch weniger Schlafstörungen, wie wir das auch im Beitrag zu Omega 3 für das Gehirn näher beschrieben haben.  [4]

3-Vitamin D im Lachs gegen Depression

Ein weiterer Vorteil von Lachs ist der hohe Vitamin D Gehalt. Dieser wird wiederum mit einemgeringeren Risiko für Depression, Konzentrationsschwierigkeiten und Müdigkeitassoziiert. So enthält eine Portion Lachs (150 Gramm) mehr als den Tagesbedarf Vitamin D eines Erwachsenen. Das entspricht der Menge Vitamin D aus 2 Litern Vollmilch!

Speziell Lachs aus Wildfang ist reich an Vitamin D. Während Lachs aus Aquakultur nur in etwa 250 IU Vitamin D enthält, liegt der Vitamin D Gehalt von Wildlachs bei fast 1000 IU. [3] (Tagesbedarf Erwachsener: 800 IU)

4-Lachs gegen ADHS

Wie bereits erwähnt ist Lachs reich an Omega 3-Fettsäuren. Aus zahlreichen Studien weiß man, dass Omega 3-Fette bei regelmäßiger Einnahme eine positive Wirkung auf Kinder mit ADHS haben.

So fand man etwa in einer bekannten Studie an Kinder zwischen 6-12 Jahren eine Verbesserung zahlreicher Symptome wie etwa Ruhelosigkeit und Aggressivität, wenn sie über einen längeren Zeitraum Omega-3 bekamen. Selbst die Schulnoten verbesserten sich langfristig durch die Einnahme von Omega 3. [5, 6]

5-Lachs gegen Alzheimer

Experten gehen davon aus, dass neben genetischen Faktoren, Alter und erhöhte Homocystein-Spiegel auch DHA (eine Omega-3-Fettsäure) bei der Entwicklung einer Alzheimer-Erkrankung eine wichtige Rolle spielen kann. In verschiedensten Studien fand man eine niedrigere Aufnahme von fettem Fisch wie Lachs oder anderen Omega-3 Quellen bei der Entwicklung von Alzheimer.

In einer Studie an 899 älteren Frauen und Männern wurde der Zusammenhang zwischen Omega-3-Fetten und der Entwicklung von Demenzerkrankungen wie Alzheimer untersucht. Die Gruppe mit der höchsten Aufnahme an Omega-3-Fette (3 Portionen Fisch die Woche + weitere Quellen) hatte ein fast 50 % geringeres Risiko Demenz zu entwicklen und ein fast 40 % geringeres Risiko Alzheimer zu entwickeln. Ein DHA Defizit kann aber auch bereits bei jüngeren Menschen die kognitiven Fähigkeiten beeinflussen. [7, 8]

6-Lachs für Augen und Hirn

Die Ernährung der Mutter während der Schwangerschaft und während dem Stillen ist der wichtigste Weg, um ein Baby mit allen Nährstoffen zu versorgen, die für eine optimale Hirnentwicklung und Augenentwicklung gebraucht werden.

In einer Studie fand man, dass häufiger Fischkonsum (mind 3x/Woche) in der Schwangerschaft die visuellen Fähigkeiten bei Kindern verbessern kann. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Zufuhr langkettiger mehrfach ungesättigter Fettsäuren, Vitamin D und Vitamin E wie sie alle in Lachs zu finden sind. [9]

In einer weiteren Studie bekamen Mütter entweder Omega-3 reiches Öl aus Fisch oder Maisöl in der Schwangerschaft. Mit dem alter von vier Jahren wurden die Kinder bei einem Intelligenztest verglichen. Die Omega-3-Kinder hatten einen höheren Intelligenzquotient.[10]

7-Lachs für ein gutes Gedächtnis

Ein großer Teil der Fettsäuren im Gehirn ist DHA. Eines der Nahrungsmittel mit den höchsten DHA Gehalt ist Lachs. Aus Studien weiß man, dass die Zufuhr dieser Fettsäure sowohl alleine, als auch in Kombination mit EPA zu einer verbesserten Gedächtnisfunktion bei älteren Erwachsenen beitragen kann. [11] 

Deshalb ist Lachs nicht immer gut für das Gehirn

Fisch ist ein Lebensmittel, welches wir seit Menschengedenken verzehren. Experten vermuten sogar, dass speziell durch die Zufuhr tierischer Produkte wie Fisch unser Gehirn so stark werden konnte. Hier spielen wieder die Omega-3-Fette EPA und DHA eine große Rolle.

Lachs fangen

Traditionelles Lachs fangen

Heutzutage gibt es leider nicht mehr den selben Fisch wie früher. Stattdessen enthält heutiger Fisch manchmal eine hohe Mengen an Schadstoffen. Das ist einerseits auf die Verschmutzung der Weltmeere und andererseits auf die Zucht in Aquakultur zurückzuführen. Welcher Lachs ist nun aber am besten? Wild, Bio oder konventionell?

Wild, Bio oder konventionell?

Grundsätzlich lasst sich Lachs in diesen Klassen unterteilen:

  • Wildlachs: aus dem Meer
  • Biolachs: Aquakultur mit biologischem Futter
  • Lachs aus konventioneller Aquakultur: Aquakultur mit konventionellem Futter

Grundsätzlich kann Lachs gut für das Gehirn und den ganzen Körper sein oder sogar schaden. Es kommt darauf an, wie die Qualität ist.

Wir haben bereits im Beitrag zum Thema „Eier für das Gehirn“ von den Unterschieden zwischen Bio und konventionell berichtet. Diese sind beim Lachs ebenfalls besonders gut ersichtlich.

Ist Lachs aus Aquakultur giftig?

Lachs aus konventioneller Aquakultur enthält meistens deutlich mehr Umweltgifte als Wildlachs. Diese können unseren Körper auf zahlreiche Wege schaden. Manche Wissenschaftler bezeichnen Lachs aus konventioneller Aquakultur daher als „das giftigste Lebensmittel überhaupt“.  Zu den bekannten Schadstoffen zählen zum Beispiel:

  • Dioxine
  • Schwermetalle
  • Pestizide
  • PCBs
  • Antibiotika
  • Farbstoffe
  • synthetische Antioxidantien (speziell Ethoxyquin)

Lachs aus Aquakultur enthält zudem meist deutlich mehr Fett und fettlösliche Schadstoffe. In einer Studie an Mäusen fand man, dass Mäuse durch den Konsum von Lachs aus konventioneller Aquakultur einerseits Gewicht zu nahmen und andererseits Insulinresistenz entwickelten. [13]

Experten empfehlen, dass Kinder, Jugendliche, Schwangere und Stillende Lachs aus konventioneller Aquakultur besser durch Bio-Lachs oder Wildlachs ersetzen.

Lachs: Aquakultur oder Wildlachs?

Eine gute Alternative zu Lachs aus konventioneller Aquakultur ist Lachs aus Bio-Aquakultur. Hier gibt es strengere Regeln im Umgang mit Chemikalien und Antibiotika. Auch das Risiko, dass der Lachs Pestizide, Farbstoffe oder etwa Gentechnik-Futter enthält, ist deutlich geringer.

Eine weitere gute Alternative zu Lachs aus konventioneller Aquakultur ist der Wildlachs. Dieser wird direkt im Meer gefangen und nicht in großen Becken gezüchtet. Meist wird er noch am Schiff selber schnell zu Filets verarbeitet und tiefgefroren. Verschiedenste Studien haben gezeigt, dass die Konzentration zahlreicher Schadstoffe in Fisch aus Wildfang niedriger ist. Auch der Gehalt an gesättigten Fetten ist in Wildlachs niedriger. Verbraucher sollten ihm dennoch eher meiden: Denn Wildlachs ist vom Aussterben bedroht.

Nicht immer findet man hochwertige Quellen für Lachs. Wer keine gute Quellen für hochwertigen Lachs findet, kann auch zu andere Fische greifen. Fische wie etwa Sardinen oder Heringe bieten zahlreiche ähnliche gesundheitliche Vorteile.

Fazit: Ist Lachs gut für das Gehirn?

Lachs ist eines der Top-Brainfoods für ein starkes Gehirn. Der Fisch enthält zahlreiche Vitamine, seltene Spurenelemente und gesunde mehrfach ungesättigte Fettsäuren wie Omega 3, die für eine gute Gehirnfunktion gebraucht werden. In Studien fand man, dass fetter Fisch mit Omega 3 IQ und Intelligenz steigern kann. Dank des hohen Vitamin D-Gehalt könnte Lachs womöglich auch vor Depression, Konzentrationsproblemen und Müdigkeit vorbeugen können. Ähnliche Effekte konnten bei Alzheimer, ADHS und Gedächtnisproblemen gefunden werden. Schließlich sind Omega-3-Fette, wie Sie in Lachs in hoher Zahl zu finden sind auch für eine gute Augenfunktion entscheidend.

Das einzige was Sie beachten sollten, damit der Lachs gut für das Gehirn und den Körper ist: Qualität. Lachs ist häufig mit Schadstoffen belastet. Experten empfehlen, Bio-Lachs zu bevorzugen. Speziell Risikogruppen wie Kinder, Jugendliche, Schwangere und Stillende sollten Lachs aus konventioneller Aquakultur besser meiden. Wenn Sie keinen hochwertigen Lachs finden können bieten manche andere Fische ähnliche Vorteile.

 


Studien:

  1. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28488130
  2. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29215589  
  3. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2698592/
  4. https://www.nature.com/articles/s41598-017-17520-w
  5. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22596014
  6. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2661342/
  7. https://www.sciencedaily.com/releases/2006/11/061113180236.htm
  8. https://jamanetwork.com/journals/jamaneurology/fullarticle/792707
  9. https://www.sciencedaily.com/releases/2018/09/180920102207.htm
  10. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12509593
  11. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4364972/
  12. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21966444
  13. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21966444
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