Eier für das Gehirn? Top Brainfood

Eier sind beliebt. Zwischen 200-300 Eier isst der Deutsche im Schnitt pro Jahr. Beliebt sind sie nicht nur als Omelette, Eierspeise und Pfannkuchen. Auch in zahlreichen Convenience Produkten sind Eier enthalten. Ist das Ei am Morgen aber gesund? Sind Eier für das Gehirn gut? Hier erfahren Sie warum Eier, dass ideale Brainfood sind!

Eier für das Gehirn-Vitamin B, Cholin und Zink

Das Ei ist ein Alleskönner. Kaum ein anderes Lebensmittel enthält eine so große Vielfalt an Nährstoffen. Was viele nicht wissen: Der Dotter ist dort wo die meisten Vitamine vorhanden sind. Allerdings wird er oft entfernt, aus Angst vor dem in ihm enthaltenen Cholesterin. Warum Sie im Falle der Eier allerdings keine Angst vor Cholesterin haben brauchen werde ich weiter unten erklären. Jetzt mal zu den Nährstoffen!

Ein Ei soll alle Vitamine und Mineralstoffe liefern, die ein junges Huhn (bzw. ein anderer Vogel) benötigt. Eine genauso gute Quelle für Nährstoffe ist das Ei aber auch für uns. Das Omelette liefert bis auf Vitamin C alles was unser Körper braucht.

Eier sind gut für das Gehirn – nicht nur zu Ostern!

Nährwerte

Ein Ei wiegt rund 60 Gramm und liefert dabei 90 kcal. Davon etwa 11 Gramm Fett und 13 Gramm Eiweiß sowie kaum Kohlenhydrate. Das entspricht 1/5 des Tagesbedarfs an Eiweiß. Damit eignet sich das Ei ideal für eine Low Carb Ernährung und ketogene Ernährungsweise.

Auch zum Abnehmen im Allgemeinen ist das Ei mit seinen 9o kcal optimal. Dank seines großen Nährstoffprofil und den hohen Eiweißgehalt macht das Frühstücksei auch deutlich länger satt als zum Beispiel ein Brötchen.

Cholin-Lecithin

Eier sind für das Gehirn optimal, da sie große Mengen Cholin enthalten. Für den Tagesbedarf an Cholin gibt es verschiedenste Angaben, meist zwischen 300-600 mg. Diese Menge könnte in etwa mit 2-4 Eiern gedeckt werden. Eier sind damit eines der cholinreichsten Lebensmittel überhaupt.

Cholin ist wohl eines der am meisten überschauten Nährstoffe. Der Nährstoff der manchmal auch Vitamin J genannt wird ist vitaminähnlich und wasserlöslich. Cholin spielt eine bedeutende Rolle für einen gesunden Körper. Unser Körper kann kleine Mengen Cholin mithilfe der Aminosäure Methionin synthetisieren (sofern genügend davon vorhanden ist). Allerdings ist es unbekannt, ob diese Menge wirklich ausreichend ist um unseren Tagesbedarf zu decken. Grundsätzlich unterscheidet man vor allem Phosphatidylcholin, auch bekannt als Lezithin und Acethylcholin ein wichtiger Neurotransmitter.

Cholin spielt eine zentrale Rolle für ein normales Verhalten, eine gute Stimmung, Appetit und allgemeine kognitive Funktionen. So soll es zum Beispiel effektiv gegen „Brain-Fog“ sein können und wichtig für Gedächtnisvorgänge und eine gute Konzentration sein. Damit ist es eine ausreichende Zufuhr natürlich auch beim Lernen wichtig.

Auch unsere Leber, das Entgiftungsorgan schlechthin, profitiert von einer ausreichenden Cholinzufuhr. Ist zu wenig des Vitamin J vorhanden, so wird die Entstehung einer Fettleber begünstigt und die Entgiftung erschwert. Schließlich hilft Cholin dabei den Homocystein-Spiegel zu senken. Ein hoher Homocysteinspiegel wird mit Arteriosklerose, Bluthochdruck und Demenz assoziiert.

B-Vitamine

Tierische Produkte wie Eier sind sehr gute Vitamin B-Quellen. Eier enthalten besonders große Mengen Vitamin B12. Das Vitamin macht Eier für das Gehirn so gut. B12 ist von zentraler Bedeutung für einen gesunden Hormon- und Neurotransmitterhaushalt, eine gesunde Psyche sowie gute kognitive Fähigkeiten.

Ein weiteres wichtiges B-Vitamin das in Eiern genüge vorhanden ist, ist die Folsäure. Das Vitamin, welches auch unter den Namen B9 bekannt ist, spielt zentrale Rollen bei der Zellteilung und im Stoffwechsel. Des Weiteren hat es positive Wirkungen auf unser Nervensystem und unser Gehirn und kann im Falle eines Mangels Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Stimmungsprobleme und Depression und Konzentrationsprobleme verursachen.

Eier enthalten grundsätzlich alle wichtigen B-Vitamine. Besonders aber B12, B9, B5, B2 und B7. Jedes dieser Vitamine wird für einen gesunden Körper und eine gesunde Psyche unbedingt benötigt.

Vitamin D

Warum Eier für das Gehirn außerdem so optimal sind? Vitamin D! Neben der wichtigen Wirkung von Vitamin D auf unsere Knochen, unser Herz-Kreslauf System und unser Immunsystem spielt Vitamin D auch eine bedeutende Rolle für unsere Nerven und unser Gehirn. So kann zum Beispiel  die Einnahme von Vitamin D den Krankheitsverlauf von Multiple Sklerose verlangsamen (2).

Aus anderen Studien weiß man von einer positiven Wirkung von Vitamin D und Vitamin K gegen Depression. So wurden in einer Studie von 4375 Teilnehmer untersucht mit dem Ergebnis: Menschen mit der höchsten Vitamin K-Einnahme hatten die niedrigsten Depressionsraten. In einer weiteren Studie an Frauen mit postpartum Depression konnte man feststellen, dass die Teilnehmer mit Vitamin D-Mangel eine signifikant höhere Wahrscheinlichkeit hatten, an Depression zu erkranken. [3, 4]

Weitere Anzeichen für einen Vitamin D-Mangel sind Schwindel,  Konzentrationsschwierigkeiten und ständige Müdigkeit. 

Wenn wir ausreichend in der Sonne sind, produziert unser Körper Vitamin D über die Haut. Im Winter kommt es deshalb häufig zum Mangel. Hier können Lebensmittel mit Vitamin D den Bedarf ergänzen, so etwa fetter fetter Fisch, Pilze,  Inneren und Eier. Geht man von einem Vitamin D Tagesbedarf von 5 µg aus, so deckt ein Ei in etwa 20 % des täglichen Vitamin D Bedarfs. Geht man von 10 µg aus, dann in etwa 10%. Daher im Ei auch das Vitamin K2 vorzu finden ist wird die Aufnahme von Vitamin D noch erleichtert.

eier brainfood

Eier sind das ideale brainfood

Vitamin A und Lutein

Eigelb ist eine sehr gute Quelle-sowohl für Vitamin A als auch für Lutein. Ein Ei deckt fast ein Drittel des Tagesbedarf an Vitamin A. Das macht Eier für das Gehirn und die Augen gut!

Vitamin A ist neben seiner zentralen Rolle für gesunde Augen, auch für ein gesundes Immunsystem, Zellwachstum, Fortpflanzung und als wirksamer Radikalfänger in unserem Körper wichtig.

Auch bei Lutein vermutet man eine positive Wirkung bei Augenerkrankungen wie Makuladegeneration und Grauer Star.

Weitere Nährstoffe im Ei

Das ist aber noch lange nicht alles was das Frühstücksei kann. Schließlich enthält das Ei noch viel mehr was ihm zum optimalen Brainfood macht.

So etwa die Omega-3-Fette, welche in Bio-Eier besonders gut verfügbar sind.  Bekannt ist die Fettsäure für eine positive Wirkung gegen Entzündungen, Konzentrationsprobleme, ADHS und beispielsweise Schlafstörungen. 

Weitere nennenswerte Nährstoffe im Ei sind Eisen, Zink, Kupfer und Phosphor. Des Weiteren sind Eier auch sehr Vitamin E reich und können daher antioxidativ auf unseren Körper wirken.

Eier für das Gehirn-so stärken Eier das Gehirn ihres Babys!

Was wir von Naturvölkern lernen können? Schwangere Frauen nur mit den besten Lebensmitteln zu versorgen! So haben die meisten früheren Naturvölker gehandelt und das aus gutem Grund. Sie wussten instinktiv ganz genau, dass das zentral für die Gehirn-Gesundheit der nachkommenden Generationen ist. Aber auch wenn das Baby bereits das Licht der Welt erblickt hat, sind nährstoffreiche Lebensmittel von zentraler Bedeutung.

baby

Eier können die Gehirnentwicklung beim Baby verbssern

So konnten etwa in einer Studie der Washington University in St. Louis deutlich höhere Blutkonzentrationen an Omega-3-Fette, Cholin und anderen Biomarkern festgestellt werden, wenn die Kinder ab dem 6. Monat Eier verzehrten. Diese Biomarker können auf eine verbesserte Gehirnentwicklung hindeuten. Gleichzeitig stellten Forscher an peruanischen Kindern im Altern von 6-9 Monaten ein verbessertes Wachstum fest, wenn Eier gegessen wurden. [9]

Verursacht das Frühstücksei Demenz?

Lange Zeit wurden Eier als Demenz-Ursache verteufelt.  Speziell im englischen Raum. Neuere Studien bestätigen das allerdings nicht. Hingegen fand man in Studien eine Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten. [7] Außerdem hat sich das Lutein, welches in Eiern in großer Menge enthalten ist, zur Reduktion des Demenz-Risikos gezeigt. [8]

Neben diesen Effekten fand man in einer Studie an 42 übergewichtigen Menschen mit Prädiabetes auch eine deutliche Verbesserung des Blutzuckerspiegels  innerhalb von 3 Monaten, wenn täglich ein Ei gegessen wurde. Gleichzeitig konnten vom täglichen Konsum eines Eis keine negativen Wirkungen auf den Cholesterinspiegel festgestellt werden. [5]

Cholesterin im Ei-wirklich schädlich?

Cholesterin ist ein Lipid. Es wird in unserem Körper selbst gebildet. Wenn wir allerdings Cholesterin aus der Nahrung zu uns nehmen, dann drosselt unser Körper die Produktion zu einem gewissen Grad. Im Allgemeinen gilt: Umso mehr Cholesterin wir essen, desto weniger produziert unser Körper.

Warum produziert unser Körper allerdings Cholesterin? Man muss wissen, dass das Lipid ein zentraler Bestandteil von Zellen und die Basis für die Bildung von Hormonen wie Testosteron und Östrogen ist. Sogar Vitamin D, welches ja streng genommen ebenfalls ein Hormon ist, wird mithilfe von Cholesterin gebildet.

Cholesterin und Arteriosklerose

Das das Cholesterin in Eiern zu Arteriosklerose und infolge zu Herzinfarkt und Schlaganfall führt wird von einigen Wissenschaftlern als eines der größten Ernährungsirrtümer überhaupt bezeichnet.

So fand man in einer Meta-Analyse von insgesamt 16 verschiedenen Studien zu diesem Thema keinen Zusammenhang zwischen den Konsum von Eiern und dem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen [2]. Eine Rolle dabei könnte womöglich das Lezithin im Ei spielen. Der hohe Gehalt der fettähnlichen Substanz reguliert die Aufnahme von Cholesterin auf eine natürliche Art und Weise.

In einer weiteren Studie zum Thema Herz-Kreislauf-Erkrankungen an über 500 000 Teilnehmer konnte man ebenfalls keine Verbindung vom Ei zu erhöhter Wahrscheinlichkeit für Herz-Kreislauf-Erkrankungen feststellen. Stattdessen bemerkten die Wissenschaftler sogar einen positiven Effekt des täglichen Eikonsums auf das Risiko dafür an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben sowie ein geringeres Risiko an einem hämorrhagischen Schlaganfall zu sterben. [8]

Diese Studien verdeutlichen, dass das Ei für lange Zeit ohne sichtbarem Grund verteufelt wurde. Dennoch sollte man den Eikonsum so wie bei anderen Lebensmittel halten-und zwar in Maßen. Experten empfehlen zwischen 3-7 Eier pro Woche. Wenn Sie sichergehen wollen, können Sie sich an einen Arzt wenden, um ihren Cholesterinspiegel und andere Biomarker für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu checken.

Eier für das Gehirn-Ist jedes Ei gleich?

Wir wissen also: Das Ei ist gut für das Gehirn. Ist aber jedes Ei gleich? Studien sagen: Nein!

Vorab gesagt: Die Qualität hängt nicht nur vom Futter der Henne ab. Schließlich spielt auch noch das Klima und die Gattung der Henne eine wichtige Rolle. Außerdem ist auch die Art der Haltung entscheidend. Wenn Hühner im Freiland gehalten werden, so enthalten die Hühnereier beispielsweise signifikant höhere Vitamin D Werte.

In einer Studie der Cambridge University untersuchte man die Veränderung des Vitamin A Wert, Vitamin E Wert und die Fettsäurenkomposition in biologischen Eiern verglichen mit Eiern aus Käfighaltung. Die Ergebnisse? Der Vitamin E Gehalt der Bio- Eier war doppelt so hoch, der Omega 3-Gehalt 2,5 mal so groß und der Vitamin A Gehalt war fast 40 % höher als bei den kommerziellen Eiern. Gleichzeitig war natürlich auch das Omega 3 zu Omega 6 Verhältnis deutlich besser. [6] Dieses ist zentral um unseren Körper vor Entzündungen zu beschützen.

Wichtig zu wissen: Käfighaltung ist mittlerweile zwar verboten, aber die Bodenhaltung unterscheidet sich fütterungstechnisch und vom Freilauf nur wenig.

 


Referenzen:

(1)Taschenatlas der Ernährung, Hans Konrad Biesalski, Peter Grimm, 3 Auflage, Thieme, Seite 212
(2) Wunder der Heilung, Ulrich Strunz, Auflage 7, Heyne, Seite 180
Studien:
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